Wer ein iPad oder ein Macbook kaufen möchte, muss jetzt mehr Geld auf den Tisch legen. Apple erhöht nämlich weltweit seine Preise. Zum Beispiel kostet ein iPad statt rund 350 Schweizer Franken nun 430 Schweizer Franken. SRF-Wirtschaftsredaktor Jan Baumann ordnet diese Preiserhöhung bei Apple ein.
Wie deutlich steigen die Preise bei Apple insgesamt?
Die Computer und Tablets kosten etwa 15 bis 25 Prozent mehr, je nach Produkt und Modell. Das gilt weltweit, also auch in der Schweiz. Konkret macht das schnell einmal 200 Franken zusätzlich aus, etwa bei einem Laptop von Apple. Bei den Händlern gibt es teilweise noch alte Lagerbestände, die günstiger verkauft werden können.
Sind auch iPhones betroffen?
Die gute Nachricht aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten: Die iPhones sind ausgenommen. Beim wichtigsten Produkt verschont Apple die Kundschaft bis auf Weiteres vor einer happigen Preiserhöhung.
Wie begründet Apple die Preiserhöhungen?
Apple begründet die Preiserhöhungen mit massiv höheren Kosten beim Einkauf von Komponenten. Es geht primär um Speicherchips in den Geräten. Diese sind weltweit stark gefragt – wegen des Booms der Künstlichen Intelligenz. Für KI-Anwendungen braucht es enorme Rechenleistung.
Kommt der Schritt überraschend?
Nicht wirklich. Weltweit werden derzeit Hunderte Milliarden in KI investiert. Die Folge: Auch die Chip-Kosten für Konsumelektronik haben sich vervielfacht. Diese «Chipflation» ist ein Branchenphänomen, das schon seit Monaten anhält. Darum erstaunt es wenig, dass Apple diese höheren Kosten an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergibt.
Wie läuft es bei der Konkurrenz?
Auch PCs sind teurer geworden, ausgelöst durch die Knappheit bei Speicherchips. Computer und Laptops kosten ungefähr 10 bis 20 Prozent mehr. Auffällig ist: Die Hersteller erhöhen die Preise, obwohl die Nachfrage gerade bei günstigen Einsteigergeräten eher zurückgeht. Einen Teil der stark gestiegenen Chip-Kosten haben die PC-Firmen allerdings selbst getragen, in Form tieferer Margen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei Smartphones: Neue Handys sind teurer geworden, nicht nur wegen besserer Leistung, sondern auch wegen höherer Herstellungskosten.
Was bedeutet das für Apple an der Börse?
Die Aktien sind am Donnerstag unter Druck gekommen, nachdem Apple die Preiserhöhungen bekannt gemacht hatte. Die Titel gingen rund 6 Prozent schwächer aus dem Handel. Ein Grund dürfte sein, dass Analysten nun mit weiteren Preiserhöhungen rechnen, die auf die Verkaufszahlen durchschlagen könnten – möglicherweise später auch bei den iPhones.