Fälscher Wolfgang Beltracchi: «Ich bin ein bisschen Anarchist»

Er narrte die globale Kunstwelt mit Fälschungen von grossen Malern. 2010 flog der Schwindel auf und Wolfgang Beltracchi musste mit seiner Frau und Komplizin ins Gefängnis. Im Focus erzählt er über seine Fälscherwerkstatt, über ein Leben wie eine Gaunerkomödie und seinen Neuanfang als Kunstmaler.

Helene und Wolfgang Beltracchi.
Bildlegende: Helene und Wolfgang Beltracchi. SRF

Kein Zweifel, dieser Mann ist ein Genie. Er beherrscht Stil und Maltechnik von über hundert grossen Malern. Mit dieser Gabe führte Wolfgang Beltracchi die Kunstszene während Jahrzehnten an der Nase herum. Er fälschte – angeblich verschollene – Bilder und schleuste diese mit Hilfe seiner Frau in den Kunstmarkt ein. Nachdem der Schwindel aufflog ging das Fälscherpaar ins Gefängnis.

Nun ist er zurück, malt «echte Beltracchis» und zahlt damit seine Millionenschulden ab. Im Gespräch mit Dominic Dillier erzählt der Jahrhundertfälscher über sein echtes Leben.

Wolfgang Beltracchi, Jahrhundertfälscher

Autor/in: Dominic Dillier, Moderation: Dominic Dillier