Im Winter führt der Verkehr in Davos immer wieder zu Problemen. Deshalb kam die Idee auf, den Bahnhof Davos Dorf rund 200 Meter in Richtung Parsennbahn zu verlegen. Die Stimmbevölkerung lehnte den Kredit für das Vorprojekt jedoch ab. Mit 83 Stimmen Unterschied.
Verkehrsdrehscheibe Davos Dorf
Davos: Projektierungskredit von 2.1 Millionen Franken
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JA
1'645 Stimmen
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NEIN
1'728 Stimmen
«So schade dieses Ergebnis ist, ist es auch gut, wenn jetzt Klarheit herrscht», sagt der Davoser Landammann Philipp Wilhelm gegenüber SRF. «Sinn macht dieser Aufwand nur dann, wenn die Bevölkerung dieses Ergebnis auch wirklich will.»
Zur Abstimmung stand ein Kredit von 2.1 Millionen Franken. Es handelte sich um einen Grundsatzentscheid darüber, ob die Idee weiterverfolgt werden soll oder nicht.
Am neuen Standort waren auch ein Busterminal und eine Tiefgarage geplant. Zwei neue Kreisel sollten die bisherigen Bahnübergänge ersetzen, an denen es regelmässig zu Stau kommt. Die Gemeinde hat bereits 2.7 Millionen Franken in die Planung investiert.
Nun wird am jetzigen Standort gebaut
Da das geplante Projekt nun gestoppt werde, gehe es am aktuellen Standort weiter, sagt Landammann Philipp Wilhelm: «Die Rhätische Bahn wird den Bahnhof Davos Dorf dort umbauen und barrierefrei gestalten, wo er heute ist.»
Und die Gemeinde Davos werde ebenfalls an diesem Ort das Busterminal barrierefrei umbauen müssen.
Späte Abstimmung sorgte im Vorfeld für Kritik
Landrat Damian Markutt von der FDP störte sich am Vorgehen der Gemeinde. Er sagte vor dem Urnengang: «Die Abstimmung kommt deutlich zu spät, nachdem man schon mehrere Millionen für die Planung ausgegeben hat.» Gegen den Kredit waren auch einige Vertreter der SVP.