Eine Volksinitiative von linken Parteien und Gewerkschaften will im Kanton Freiburg einen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde einführen. Das entspricht einem Monatslohn von rund 4200 Franken – beziehungsweise knapp 3900 Franken bei 13 Monatslöhnen.
Bereits mehr als zwei Drittel der Freiburger Gemeinden ausgezählt. Von denen tendiert die Mehrheit zu einem Nein.
Der Mindestlohn soll für alle Personen gelten, die im Kanton arbeiten. Ausgenommen wären Jugendliche unter 18 Jahren, Lernende und gewisse Kategorien von Praktikantinnen und Praktikanten. Für die Landwirtschaft kann ein tieferer Mindestlohn festgelegt werden.
Tiefe Löhne bei Wäscherei, Kosmetik und Reinigung
Laut der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung arbeiteten im Kanton Freiburg 2022 rund 6500 Personen mit einem tieferen Lohn als die vorgeschlagenen 23 Franken pro Stunde.
Die am häufigsten betroffenen Branchen sind Dienstleistungsbetriebe wie Wäschereien und chemische Reinigungen, Coiffeur- und Kosmetiksalons, das Gastgewerbe sowie die Bereiche Kunst, Unterhaltung und Erholung.