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Abstimmung Kanton Obwalden Obwalden gibt die Eigenständigkeit seines Spitals auf

  • Die Stimmbevölkerung will, dass das Kantonsspital Obwalden vom Luzerner Kantonsspital (Luks) übernommen und betrieben wird.
  • Das Spitalgesetz wird dementsprechend angepasst.
  • Die Zustimmung fiel mit 90.1 Prozent mehr als deutlich aus. Die Stimmbeteiligung betrug 53.2 Prozent.

Spitalgesetz

Kanton Obwalden: Spitalgesetz

  • JA

    90.1%

    12'723 Stimmen

  • NEIN

    9.9%

    1'397 Stimmen

Im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Obwalden leben rund 35'000 potenzielle Patientinnen und Patienten. Das sind zu wenige, um das Spital rentabel zu betreiben. Nach Angaben der Regierung wären mindestens doppelt so viele nötig.

Die Obwaldner Stimmbevölkerung sah das auch so. Mit diesem Entscheid wird das Obwaldner Kantonsspital auf den 1. Januar 2026 von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in eine Aktiengesellschaft, die Spital Obwalden AG, umgewandelt.

Eingang des Kantonsspitals Obwalden.
Legende: Das Kantonsspital in Sarnen wies letztes Jahr ein Minus von rund 1.9 Millionen Franken aus. Keystone / URS FLÜELER

Vorgesehen ist, dass 40 Prozent der Aktien beim Kanton Obwalden bleiben. Ihm gehören aber weiterhin die Spitalgebäude, für die eine eigene AG geschaffen wird. 60 Prozent der Aktien sind künftig bei der Luks-Gruppe. Spätestens in drei Jahren soll dieser Schritt vollzogen sein.

Hohes Gebäude vor schneebedeckten Bergen.
Legende: Wer einen Herzinfarkt hat, wird bereits heute vom Kantonsspital Obwalden ins deutlich grössere Luzerner Kantonsspital verlegt. Keystone/URS FLÜELER

Die Zukunft des Kantonsspitals Obwalden war im Kanton ein jahrzehntelanges Thema auf dem politischen Parkett. Die Diskussion führte 2022 sogar zur Abwahl der damaligen Gesundheitsdirektorin.

Nidwalden machte es vor

Neuland betreten Obwalden und das Luzerner Kantonsspital mit diesem Schritt aber nicht. Seit 2021 gehört bereits das über 84 Betten verfügende Spital Nidwalden zur Luks-Gruppe. Diese betreibt ferner über die Luks Spitalbetriebe AG an den drei Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen 878 Betten.

Die deutliche Zustimmung der Bevölkerung widerspiegelt die Parlamentsdiskussion: Alle im Parlament vertretenen Parteien standen hinter der Vorlage.

Bildungsgesetz

Kanton Obwalden: Nachtrag zum Bildungsgesetz

  • JA

    57.3%

    7'899 Stimmen

  • NEIN

    42.7%

    5'889 Stimmen

Beschleunigte Prämienverbilligung

Kanton Obwalden: Nachtrag zum Einführungsgesetz zum Krankenversicherungsgesetz

  • JA

    74.7%

    10'263 Stimmen

  • NEIN

    25.3%

    3'480 Stimmen

Weitere Vorlagen: Bildung und Prämienverbilligung

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Nebst dem Spitalgesetz kamen in Obwalden diese kantonalen Vorlagen zur Abstimmung:

  • Bildungsgesetz: Ja sagten die Obwaldnerinnen und Obwaldner zur Revision des Bildungsgesetzes, welche weitgehend Bestimmungen der gelebten Praxis anpasste. Dagegen war die SVP, weil von ihr monierte Fehlentwicklungen in der Revision nicht korrigiert worden seien.
  • Krankenversicherungsgesetz: Die Stimmberechtigten bekräftigen zudem, dass die feste Budgetvorgabe für die Prämienverbilligung aus dem Krankenversicherungsgesetz gestrichen werden soll. Begründet wurde die Streichung damit, dass die Vorgabe nie ausgeschöpft werde und damit unnötig das Budget belaste. Das Referendum ergriffen hatte die SP.

Abstimmungsdossier

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Grafik
Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Regionaljournal Zentralschweiz, 30.11.2025, 12:10 Uhr ; 

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