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Abstimmung Kanton Uri Klassen-Assistenzen: Volk folgt im Kanton Uri den Lehrpersonen

  • Die neue Urner Schulverordnung hätte eine freiwillige Finanzierung von zusätzlichem Personal für grosse Klassen vorgesehen.
  • Diese Verordnung wurde mit einem Nein-Stimmenanteil von 72.4 Prozent verworfen.
  • Damit stellt sich das Volk auf die Seite der Lehrpersonen, die sich mit dem Referendum gegen die Freiwilligkeit wehrten.

Volksschulverordnung

Kanton Uri: Verordnung über die Volksschule

  • JA

    27.6%

    2'871 Stimmen

  • NEIN

    72.4%

    7'543 Stimmen

Das Komitee der Lehrpersonen hatte verlangt, dass für grosse Abteilungen zusätzliche Ressourcen Pflicht werden. Nun stellt sich das Urner Stimmvolk hinter die Lehrpersonen. Die Volksschulverordnung wurde mit 7543 Nein- zu 2871 Ja-Stimmen abgelehnt.

Parlament schwächte Vorlage ab

In der revidierten Urner Volksschulverordnung hiess es: Klassen mit mehr als 21 Schülerinnen und Schülern können mit einer zusätzlichen Assistenzlehrperson ausgestattet werden.

Die ursprüngliche Fassung sah vor, dass diese Klassen mit Assistenzen ausgestattet werden müssen. Doch das Parlament schwächte den Passus ab. Und entliess den Kanton damit zugleich aus der Pflicht, sich an den Kosten zu beteiligen.

Lehrer hilft Schüler in Grundschulklasse.
Legende: Assistenzlehrpersonen beantworten Fragen und unterstützen den Unterricht. Getty Images

Das Referendumskomitee rund um den Verband der Urner Lehrerinnen und Lehrer hatte vor einem Zwei-Klassen-Bildungssystem gewarnt. Die Befürchtung: Reiche Gemeinden werden weiterhin zusätzliches Personal einstellen – ärmere Gemeinden hingegen könnten aus finanziellen Gründen darauf verzichten.

SVP und Mitte empfahlen, die neue Volksschulverordnung anzunehmen. FDP, SP, Grüne und Grünliberale hatten die Nein-Parole beschlossen.

Regierung drückt nun auf's Tempo

Das klare Resultat sei eine grosse Genugtuung, sagt Cordelia Dal Farra, die Präsidentin des Referendumskomitees. Es habe sich gelohnt, sich zur Wehr zu setzen. «Für mich ist das Ergebnis ein klares Signal für die Zukunft und die Jugend», sagt Dal Farra.

Der Verband der Urner Lehrerinnen und Lehrer habe gut mobilisiert, analysiert Bildungsdirektor Georg Simmen das Abstimmungsresultat. Das Zeichen des Volkes sei deutlich. Die Urner Regierung wolle nun vorwärtsmachen. «Das Ziel ist es, die Verordnung möglichst schnell nochmals ins Parlament zu bringen», so Simmen. Sie solle ab dem 1. August 2026 gelten.

Öffentlichkeitsgesetz auf Gemeindeebene

Kanton Uri: Änderung des Öffentlichkeitsgesetzes

  • JA

    69.2%

    6'823 Stimmen

  • NEIN

    30.8%

    3'039 Stimmen

Weitere Vorlagen: Öffentlichkeitsgesetz und Gemeindefinanzen

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Die Stimmberechtigten haben entschieden, dass das Öffentlichkeitsgesetz auf die Gemeinden ausgeweitet wird. Künftig müssen also nicht nur kantonale, sondern auch kommunale Behörden Einsicht in amtliche Dokumente gewähren. Die Stimmberechtigten haben die Vorlage mit 6823 Ja- zu 3039 Nein-Stimmen gutgeheissen.

Zudem haben die Stimmberechtigten eine befristete Aussetzung des Globalfinanzausgleichs – einer Zahlung des Kantons an die Gemeinden im Rahmen des Finanzausgleichs – mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 63.5 Prozent gutgeheissen.

Finanz- und Lastenausgleich

Kanton Uri: Finanz- und Lastenausgleich zwischen Kanton und Gemeinden

  • JA

    63.5%

    6'233 Stimmen

  • NEIN

    36.5%

    3'577 Stimmen

Abstimmungsdossier

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Grafik
Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Regionaljournal Zentralschweiz, 30.11.2025, 12:10 Uhr ; 

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