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Abstimmung Stadt Bern Mettler: «Wichtiger Startschuss für weitere Entwicklung»

Die Stadt Bern darf an der Aare auf dem Gaswerkareal ein neues Quartier mit bis zu 500 Wohnungen bauen. Die Finanzdirektorin Melanie Mettler freut's.

Wohnungen, Gewerbe und viel Grün statt Industriebrache und Parkplätze: Die Stadt Bern darf das Gaswerkareal definitiv überbauen. 75.2 Prozent der Berner Stimmberechtigten haben den Zonenplanänderungen mit Planungspflicht zugestimmt. Diese legen den Rahmen der künftigen Nutzung fest – über die Details entscheidet später die Regierung.

Gaswerkareal Umzonung

Stadt Bern: Sandrainstrasse 3 - 39: Zone mit Planungspflicht

  • JA

    75.2%

    27'934 Stimmen

  • NEIN

    24.8%

    9'224 Stimmen

Brückenkopf West Umzonung

Stadt Bern: Sandrainstrasse 12: Zone mit Planungspflicht

  • JA

    78.7%

    29'121 Stimmen

  • NEIN

    21.3%

    7'876 Stimmen

In einer dritten Vorlage hat das Volk beschlossen, dass der Gemeinderat die Baufelder im Baurecht abgeben darf. Hinzu kommt ein Kredit von rund 25 Millionen Franken.

Gaswerkareal

Stadt Bern: Abgabe von Land im Baurecht und Verpflichtungskredit

  • JA

    73.1%

    26'991 Stimmen

  • NEIN

    26.9%

    9'918 Stimmen

Untertorbrücke

Stadt Bern: Ausführungskredit für Gesamtsanierung

  • JA

    91.3%

    25'098 Stimmen

  • NEIN

    8.7%

    2'380 Stimmen

Damit folgte die Mehrheit der Stimmbevölkerung der Regierung und dem Stadtparlament. Insbesondere mit dem Argument, dass Wohnraum für rund 1000 Menschen entstehe.

Wir hoffen, dass keine Beschwerden oder Einsprachen kommen.
Autor: Melanie Mettler Finanzdirektorin Stadt Bern

«Das Resultat ist eine Bestätigung, dass die Bernerinnen und Berner dort ein Quartier wollen», sagt die Finanzdirektorin Melanie Mettler. Das Ziel sei, Anfang 2030 mit dem Bau zu beginnen: «Entsprechend hoffen wir, dass keine Beschwerden oder Einsprachen kommen.»

«Klares Signal gegen Wohnungsnot»

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Kurzeinschätzung von Regionalkorrespondent Adrian Müller:

Aare-Fans können sich freuen: Bern sagt deutlich Ja zur Zonenplanänderung Gaswerkareal. Bis zu 500 Wohnungen sollen nun auf einer Industriebrache oberhalb des Marzilibads entstehen, rund drei Viertel als Genossenschaftswohnungen oder preisgünstige Apartments. Bern setzt damit ein klares Signal gegen die Wohnungsnot.

Doch die Euphorie ist gedämpft: Denn das Trauma Viererfeld sitzt tief. Vor fast zehn Jahren hat das Volk dort grünes Licht für ein neues Stadtquartier mit über 3000 Wohnungen gegeben, gebaut wird bis heute nicht. Das Projekt hat sich für die Stadt Bern als zu komplex erwiesen – nicht zuletzt, weil das Parlament immer wieder neue Vorgaben gemacht hat. Beim Gaswerkareal kann die Stadt nun beweisen, dass sie sich dafür einsetzt, damit es in Bern bald mehr bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die Stadt plant auf dem mehrheitlich brachliegenden Gaswerkareal ein neues Quartier mit Schulraum, Gewerbe und bis zu 500 Wohnungen. Mindestens drei Viertel des Wohnraums sollen preisgünstig oder gemeinnützig gebaut und vermietet werden. Das Grundstück ist seit einer Volksabstimmung im Jahr 2022 im Besitz der Stadt.

Ein Areal mit Kies und Pfützen.
Legende: Auf dieser Brache werden 500 Wohnungen entstehen; mindestens die Hälfte davon aus genossenschaftlicher Hand. Keystone/Peter Schneider

Die nun beschlossene Zone mit Planungspflicht legt fest, dass das Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel erhalten bleibt. Die alternative Wohnsiedlung Anstadt hingegen muss dem Grossprojekt bei Baustart weichen, was das Wohnkollektiv sowie Sympathisantinnen und Sympathisanten zuletzt mit einer Demonstration kritisierten.

Weitere Resultate aus der Stadt Bern

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  • Die Stadtberner Stimmberechtigten werden künftig über deutlich weniger Finanzgeschäfte abstimmen können. Sie haben der Stadtregierung und dem Parlament an der Urne höhere Finanzkompetenzen erteilt. 66.7 Prozent haben der Vorlage zugestimmt. Künftig werden den Stimmberechtigten somit erst Finanzgeschäfte mit einem Umfang von mehr als zwölf Millionen Franken vorgelegt. Über weniger teure Vorlagen kann das Stadtparlament selber entscheiden. Bisher lag diese Schwelle bei sieben Millionen Franken.
  • Das Budget der Stadt Bern für das kommende Jahr ist unter Dach. 68.1 Prozent der stimmenden Bernerinnen und Berner haben den ersten ausgeglichenen Voranschlag seit Jahren genehmigt.
  • Beim westlichen Weyermannshaus in der Stadt Bern entstehen bald bis zu 1200 Wohnungen. Die Stimmberechtigten haben die entsprechende Überbauungsordnung an der Urne mit 81.4 Prozent genehmigt. Damit ist die planungsrechtliche Grundlage für die Verdichtung des Quartiers abgesegnet.
  • Die Stadt Bern kann die Velostation bei der Welle 7 am Bahnhof mindestens bis Ende Juni 2030 weiterbetreiben. Das Stimmvolk hat die damit verbundenen Ausgaben in der Höhe von 2.4 Millionen Franken mit 75.5 Prozent genehmigt.

Abstimmungsdossier

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Grafik
Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 30.11.2025, 12 Uhr ; 

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