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Brand Crans-Montana Opferhilfe: Jetzt entscheiden die finanziellen Verhältnisse

  • Bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS kamen über 400 Menschen zu Schaden. Die Opfer und Angehörigen erhielten Soforthilfe.
  • Diese Soforthilfe wurde aufgrund des Ausmasses auf drei Monate verlängert.
  • Nun geht sie jedoch in die längerfristige Hilfe über, meldet die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK.
  • Künftig sind die finanziellen Verhältnisse der Opfer massgebend.

Beim Brand in der Bar «Le Constellation» verloren 41 Menschen ihr Leben, über 100 wurden schwer verletzt und auch Rettungskräfte oder Zeuginnen und Zeugen leiden unter den Folgen der Brandkatastrophe. «Sie alle sind schwer traumatisiert», schreibt die SODK. Über 400 Menschen seien betroffen.

Die Betroffenen erhalten seither Hilfe von Opferhilfestellen. «Zahlreiche Stellen waren involviert und zusätzliche Ressourcen wurden bereitgestellt, um Beratung, Unterstützung und eine möglichst hohe Verfügbarkeit sicherzustellen, schreibt die SODK.

Die Opferhilfestellen hätten die ersten Leistungen der Soforthilfe finanziert. Dabei geht es um Übernachtungen, Transport, psychologische Hilfe und rechtliche Unterstützung.

Nun entscheiden finanzielle Verhältnisse

Diese Soforthilfe geht nun in die längerfristige Hilfe über. «Konkret bedeutet dies, dass in Zukunft die finanziellen Verhältnisse des Opfers oder der Angehörigen berücksichtigt werden.» Je weniger Geld zur Verfügung stehe, desto höher sei die finanzielle Unterstützung der Opferhilfe.

Gedenkkerzen und Rosen auf weissem Tisch.
Legende: Als Andenken an die Opfer wurden viele Kerzen und Blumen niedergelegt. KEYSTONE/Cyril Zingaro

Zudem werde überprüft, ob gewisse finanzielle Unterstützungen, die mit der Soforthilfe geleistet wurden, zurückerstattet werden – etwa von Unfall- oder Krankenversicherungen. Denn im Fall von Crans-Montana seien bisher alle Gesuche der anerkannten Opfer gutgeheissen worden, egal wie die finanziellen Verhältnisse aussehen oder ob eine Versicherung zum Tragen gekommen wäre.

Normalerweise kommt die Opferhilfe dann zum Zug, wenn sich Menschen in einer schwierigen finanziellen Lage befinden und keine andere Versicherung greift.

Bei Crans-Montana sei dies bisher aufgeschoben worden und die Soforthilfe wurde auf drei Monate verlängert. Und sie gilt auch weiterhin noch für jene Menschen, die weiterhin im Spital sind.

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Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17.3.2026, 12:03 Uhr ; 

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