Erneut soll es in den nächsten Tagen örtlich bis zu 37 Grad warm werden – nach bereits 39 Grad in Basel am 27. Juni. Wie also stellt sich der bisherige, heisse Sommer im Vergleich zum Jahrhundertsommer 2003 dar? Auskunft gibt Stephanie Westerhuis von SRF Meteo.
Wo stehen wir im Vergleich zu 2003 bei den Hitzetagen?
Der Juni 2026 war bezüglich der Anzahl Hitzetage – Tageshöchsttemperatur über 30 Grad Celsius – vielerorts vergleichbar mit dem Juni im Hitzesommer 2003. So gab es in Basel etwa je 14 Hitzetage. Und für den Juli werden wir ebenfalls in Basel schon diese Woche die Anzahl Hitzetage von 2003 übertreffen. Für andere Messstationen ist es etwas weniger klar. Allerdings: Der eindrücklichste Monat bezüglich Hitze war 2003 der August. Damals gab es in Basel und in Zürich ganze 20 Hitzetage.
Könnte 2026 also 2003 noch als Rekordsommer ablösen?
Es ist grundsätzlich möglich, dass der Sommer 2026 in gewissen Aspekten extremer ausfallen wird als der Sommer 2003. Schon jetzt wurden ja diverse lokale Temperaturrekorde geknackt. Aber eine Schlussbilanz kann man erst in sieben Wochen ziehen, Ende August. Und: Wir hatten Anfang Juni dieses Jahres eine etwas kühlere Wetterperiode – vergleicht man also die Durchschnittstemperatur im Juni, dann war der Sommer 2003 bisher heisser als 2026.
Wie präsentiert sich die aktuelle Trockenheit im Vergleich zu 2003?
In beiden Jahren war der Juni ähnlich trocken mit sehr wenig Niederschlag. Und da es auch in den ersten beiden Juli-Wochen kaum geregnet hat, könnte der Juli trockener ausfallen als im Hitzesommer 2003. Was die Trockenheit angeht, ist allerdings der Sommer 1947 das Mass aller Dinge in der Schweiz: So, wie der Sommer 2003 als Hitzesommer in die Annalen einging, war das Sommerhalbjahr 1947 das Extrembeispiel für Dürre. Wenn es also so weitergeht wie in den letzten Wochen, dann könnte es tatsächlich Gebiete geben, die eine ähnliche Dürreperiode erleben wie 1947. Ganz sicher ist: Derzeit ist es in der Schweiz deutlich trockener als in vielen früheren Sommern.
Link zum Thema:
Und wie geht es weiter mit dem Wetter?
In den nächsten Tagen steigt die Gewitter- und Schauerneigung etwas an – wir gelangen allmählich in eine Südwestlage. Bei solchen Wetterlagen fallen die Niederschlagsmengen typischerweise regional sehr unterschiedlich aus. Es kann sein, dass es lokal eine Entspannung gibt, was das Regendefizit angeht. Aber in jenen Gebieten, in denen es nicht regnet, bleibt es weiterhin deutlich zu trocken. Eine wirkliche Entwarnung können wir also nicht geben.