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Katastrophe von Crans-Montana Walliser Regierungspräsident fordert lückenlose Aufklärung

  • Einen Monat nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS fordert der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard eine lückenlose Aufklärung durch die Justiz.
  • Zudem sollen die Opfer und ihre Familien umfassend unterstützt werden.

«Nun muss die Justiz mit Strenge und Unabhängigkeit vollständige Klarheit schaffen», sagte der SP-Staatsrat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Und die Regierung muss ihrerseits alles daransetzen, sämtliche Opfer und betroffenen Familien zu unterstützen zunächst mit Soforthilfen und später über die Stiftung, die wir gründen», fuhr Reynard fort. Es sei entscheidend, die Verletzten und alle betroffenen Familien langfristig zu begleiten.

NZZ am Sonntag: Exhumierungen nur auf Verlangen

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Die Walliser Staatsanwaltschaft überlässt den Entscheid über mögliche Exhumierungen von Todesopfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS laut der «NZZ am Sonntag» den Familien. Sie ordne Exhumierungen und Obduktionen nur an, wenn die Opferfamilien das explizit verlangten, sagten Anwälte von Familien zur Zeitung. Laut Gesetz müsste die Staatsanwaltschaft selbst entscheiden, ob das notwendig sei. Die Ermittlungsbehörde habe auf eine Anfrage der Zeitung nicht reagiert.

Akten der Staatsanwaltschaft zeigen demnach, weshalb die Schweiz nur zwei Opfer obduzierte: Zwei Wochen nach dem Brand sollte die Kantonspolizei demnach herausfinden, ob bei Schweizer Bestattungsunternehmen noch unbeerdigte Leichen lagen. Die zwei Obduzierten seien vermutlich schlicht die letzten Opfer gewesen, die noch nicht beerdigt waren, schlussfolgerte die «NZZ am Sonntag».

In seiner Funktion als Präsident der Walliser Regierung stand Reynard seit dem ersten Tag der Katastrophe an vorderster Front. «Schon sehr früh wurde mir das Ausmass des Dramas bewusst. Für mich zählte damals vor allem eines: An der Seite der Rettungskräfte zu sein, aber auch bei den Opfern und ihren Familien», sagt Reynard einen Monat später im Rückblick.

Mann in Anzug riecht an einer weissen Rose.
Legende: SP-Staatsrat Mathias Reynard. Keystone/LAURENT GILLIERON

«Man mag Präsident der Regierung sein, doch man bleibt vor allem Mensch. Dieses Drama, das unerträgliche Warten der Familien, die Verletzten, die Verstorbenen, diese ausgelöschte Jugend – auf solche Momente kann man sich nicht vorbereiten», fügte er hinzu. Zur bewegenden Rede, die er am 9. Januar in Martigny anlässlich der nationalen Gedenkfeier für die Opfer hielt, sagte Reynard: «Ich habe versucht, diesen Text so zu schreiben, wie wir diese Gedenkfeier organisiert haben: mit Demut und Würde.»

SRF 4 News, 1.2.2026, 5 Uhr ; 

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