Der sogenannte «Liberation Day» war für die Schweiz alles andere als eine Befreiung. US-Präsident Donald Trump brummte der Schweiz Zölle von 39 Prozent auf – damit war sie eines der am stärksten betroffenen Länder.
Nun gibt es gute Nachrichten aus dem zürcherischen Tösstal, wo der Pfannenhersteller Kuhn Rikon seinen Hauptsitz hat: «Ein erster Teil der Forderungen wurde uns heute zurückgezahlt», schrieb Geschäftsführer Tobias Gerfin kürzlich an SRF.
Seit dem 20. April können Unternehmen auf der ganzen Welt Geld von der US-Regierung zurückfordern, nachdem der Supreme Court Trumps Zölle für ungültig erklärt hatte. Kuhn Rikon tat dies sehr schnell über die Tochterfirma in den USA. Es geht um einen hohen sechsstelligen Betrag. Davon haben die USA laut Gerfin inzwischen knapp 20 Prozent zurückbezahlt.
Es geht schneller als erwartet
Ursprünglich hiess es, es dauere nach der Genehmigung eines Antrags 60 bis 90 Tage, bis Geld fliesst. Dass schon jetzt, gut vier Wochen nach Beginn der Frist, Beträge ausbezahlt werden, sei positiv zu werten, sagt Alfonso Orlando, Zollexperte der Exportförderung Switzerland Global Enterprise. Er habe von mehreren Unternehmen gehört, die bereits Geld erhalten haben.
Weil weltweit sehr viele Firmen ihr Geld zurückhaben wollen, erwartet die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde über 35 Milliarden Dollar Rückerstattungen inklusive Zinsen. Das teilte sie Mitte Mai dem Gericht für internationalen Handel in New York mit. Die Rückerstattungen betreffen über 120’000 Anträge, die diesen Frühling eingereicht wurden. Knapp 70 Prozent der Anträge sind genehmigt worden.