Der Kanton Waadt war bisher für seine sehr humanitär geprägte Praxis der Asylpolitik bekannt. Auch abgewiesene Asylbewerber wurden meist nicht ausgewiesen, sondern als Arbeitskräfte toleriert. Doch nun bläst ein schärferer Wind. Der Westschweizer Kanton lässt vom Bundesamt für Flüchtlinge insgesamt 1300 Fälle von abgewiesenen Asylbewerbern ohne Papiere nochmals überprüfen. Von Fall zu Fall soll entschieden werden, ob die Integration so weit fortgeschritten ist, dass eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden kann. Die ersten Entscheide liegen bereits vor, und das führt im Kanton Waadt bereits wieder zu politischen Spannungen.
[Hinweis: Die publizierten Daten stammen aus dem internen SRF-Archivsystem.]
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