6 Monate im Knast
Dieter Fuhrer verbrachte während 6 Monaten unzählige Stunden eingesperrt in engen Zellen zusammen mit Schwerverbrechern. Sein Ziel war es mit seiner Dokumentation dort zu beginnen, wo die Medienberichterstattung sonst aufhört: Im Gefängnis.
Alle portätierten Männer sitzen ihre Strafe im geschlossenem Strafvollzug ab. Im Vordergrund der Dokumentation steht nicht das Verbrechen, sondern der Mensch. Das Prinzip des Filmes ist einfach. Die Häftlinge erzählen ihre Geschichte direkt in die Kamera, dadurch entstehen intime Porträts.
Kalt und steril
Regisseur Dieter Fahrer möchte mit seiner Dokumentation erreichen, dass sich die breite Öffentlichkeit Gedanken über den geschlossenen Strafvollzug macht. Wenn die Resozalisierung der Gefangenen nach Haftentlassung als wichtig eingestuft wird, wieso kann dann ein junger Mann während 15 Jahren Gefangenschaft keine Ausbildung machen?
Thorberg liefert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über den Strafvollzug. Dieter Fahrer wirft Fragen zum geschlossenen Stafvollzug auf, die nicht unbeantwortet bleiben sollten. Die Porträts der Gefangenen sind spannend und zeigen eine andere Seite der Verbrecher, sie bleiben jedoch oft so steril und kalt wie das Gefängnis selber.