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Pulitzer-Preise 2026 Trump-Recherchen dominieren Pulitzer-Preise

Die Pulitzer-Preise gehen in diesem Jahr an gleich mehrere Arbeiten zu den Auswirkungen der Politik des US-Präsidenten Donald Trump. «Wenig überraschend konzentrierte sich ein Grossteil der Berichterstattung auf die umstrittensten Themen des Jahres 2025», sagte Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller bei der Verkündung der Sieger und nannte unter anderem Einwanderungspolitik, drastische Kürzungen der US-Entwicklungshilfe sowie die Akten zu Jeffrey Epstein und den Netzwerken um den Sexualstraftäter als Beispiele für Einreichungen.

Sonderpreis für Berichte über Jeffrey Epstein

Die «Washington Post» wurde etwa für ihre Recherche über die Auswirkungen der Umstrukturierung von Bundesbehörden durch die Trump-Administration ausgezeichnet. Der «New York Times» wurde der Preis für Recherchen verliehen, die aufgedeckt hätten, wie Trump Macht zum finanziellen Vorteil seiner Familie ausspiele. Mitarbeiter der «Chicago Tribune» erhielten den Preis für Berichterstattung über das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in der Stadt.

Preise gab es auch für Berichte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, die verheerende Flut im US-Bundesstaat Texas sowie die Zerstörung in Gaza. Einen Sonderpreis erhielt die Journalistin Julie K. Brown vom «Miami Herald» für ihre Recherchen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den Missbrauch an Mädchen und jungen Frauen.

Weltweit wichtigste Journalismus-Auszeichnung

Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller stellte die Auszeichnung ausdrücklich als Bekenntnis zu Pressefreiheit in Zeiten wachsenden Drucks auf Medien dar. Man stehe für Diskurs und gegen Zensur.

«Leider muss dies erneut betont werden, da der Medienzugang zum Weissen Haus und zum Pentagon eingeschränkt ist, die Meinungsfreiheit auf den Strassen infrage gestellt wird und der Präsident Klagen auf Schadenersatz in Milliardenhöhe wegen Verleumdung und böswilliger Absicht gegen zahlreiche Medien eingereicht hat.» Die Pulitzer-Preise gelten als wichtigste Journalismus-Auszeichnung der Welt. Sie werden aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben.

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Was ist der Pulitzer-Preis?

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Der Pulitzer-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für US-amerikanische Journalistinnen und Journalisten und Fotografinnen und Fotografen. Der Preis wurde 1917 zum ersten Mal vergeben. Das Preisgeld beträgt rund 8700 Franken. Der Gewinner des Hauptpreises «Dienst an der Öffentlichkeit» – immer eine Zeitung und keine Einzelperson – bekommt eine Goldmedaille.

Radio SRF 1, Heute Morgen, 5.5.2026, 06:00 Uhr ; 

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