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Panorama Den Wespen gefällt's

Das warme Wetter gefällt nicht nur dem ein oder anderen Menschen, auch die Wespen haben ihre Freude daran. Sie vermehren sich deshalb dieses Jahr besonders früh und stark. Mit den folgenden Tipps kommen Sie ohne Stiche durch den Sommer.

Eine Wespe fliegt aus einem Bau
Legende: Wespen bauen ihre Nester nicht nur in und an Häusern sondern auch in Löchern am Boden. Keystone

«Wenn es im Frühling regelmässig warm ist, gibt es ein Wespenjahr», weiss der Schädlingsbekämpfer Jürg Ryffel. Seine Firma hat von der Ostschweiz bis in den Aargau momentan besonders viel zu tun. Wegen der hohen Temperaturen sind die Wespennester deutlich grösser als sonst. Zehn Einsätze leisten die Profis im Moment pro Tag – die einfachen Fälle sind in wenigen Minuten erledigt.

Warum haben es Wespen auf uns abgesehen?

Wespen sind grosse Fans von Süssem und Eiweisshaltigem und ziehen deshalb gern über unser Essen her. Wir selbst interessieren die Wespen wenig. Erst wenn sie sich von uns bedroht fühlen – dann stechen sie zu. Unter Umständen auch mehrfach. Im Gegensatz zu den Bienen sterben sie nicht nach einem Stich.

Ihre Nester bauen sie gerne in dunklen Hohlräumen unter dem Dach. Entfernen sollte man die Nester nie von Hand. Das könnte gefährlich werden. Besser einen Schädlingsbekämpfer rufen – beziehungsweise den Vermieter informieren. Wenn das Nest eine gewisse Grösse hat und an einem störenden Ort ist, muss der Vermieter für dessen Entfernung aufkommen.

Wie hält man sich die Wespen vom Hals?

Möchte man im Garten ungestört seinen Kuchen geniessen, gibt es verschiedene Varianten, wie man Wespen von sich fern halten kann:

  • Süsse Getränke und Speisen abdecken
  • Keine bunten Kleider tragen
  • Keine süsslich duftenden Crèmes auftragen
  • Die Wespen weglocken: z.B. eine Scheibe Schinken oder angeschnittene Trauben an einen Ort stellen, wo die Wespen nicht stören
  • Der Duft von Knoblauch und Kaffee sowie Teebaumöl kann Wespen ebenfalls abschrecken

Von selbstgemachten Wespenfallen rät der Profi eher ab. Nur alte und schwache Tiere fallen darauf herein.

Wie reagieren, wenn sie trotzdem kommen?

Wird man trotzdem von Wespen belästigt, unbedingt ruhig reagieren. Nach einem kurzen Erkundungsflug verschwinden die Tiere meist wieder.

  • Keine hektischen Bewegungen
  • Die Wespe nicht wegpusten:
    Das Kohlendioxid im menschlichen Atem macht den Wespen Angst
  • Mit der flachen Hand langsam wegstossen, aber nicht schlagen
  • Wird man wider Erwarten doch gestochen: den Stich kühlen
  • Gurke, Zitrone, eine aufgeschnittene Zwiebel oder Zucker sind alles Hausmittel, die ebenfalls helfen sollen, wenn man sie auf den Stich aufträgt

Haben Sie weitere Tipps?

Im Herbst sterben alle Wespen ausser der Königin. Dann haben auch die Schädlingsbekämpfer wieder weniger zu tun. Doch das dauert noch eine Weile. Bis dahin: Was tun Sie gegen die gelb-schwarzen Mitesser?

Teilen Sie ihr Wissen oder ihre Erfahrungen in der Kommentarspalte.

Besser als ihr Ruf

Im Vergleich zu Bienen sind Wespen unbeliebt, doch entgegen der landläufigen Meinung können auch sie Blumen bestäuben. Zusätzlich fressen sie kleinere Schädlinge wie Mücken oder Blattläuse und sind Nahrung für Tiere wie Vögel. Stechen können nur zwei Wespenarten: Die «Gemeine» und die «Deutsche».

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Mehr dazu sehen Sie in der Sendung «Schweiz aktuell» um 19.00 Uhr auf SRF 1.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Christina menzi, säriswil
    Zu dem ersehnten heissen Sommer gehören auch Wespen. Schon dass man gegen sie Profis einsetzen muss stimmt bedenklich. Nur wenige Menschen sind allergisch auf Wespenstiche, narürlich nie beim ersten Stich. Wespen sollen lediglich nicht verschluckt werden, da dies zu einem Schwellen der Atemwege führen kann. Da helfen z. B. Trinkhalme. Aber sonst sind Stiche für Nichtallergiker schmerzhaft, aber ungefährlich. Nicht die Wespen sind das Hauptproblem, sondern die Aufregung, die wir um sie machen.
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    1. Antwort von Doris Loegel, Fulenbach
      Frau Menzi,ich kann Ihnen nur zustimmen.Wie ich in meinem Beitrag erwähnt habe,wurden wir den ganzen Sommer über von "unseren" Wespen nicht ein einziges Mal belästigt.Anfangs hatte ich schon Bedenken,da ich ja mein Gerätehaus trotzdem benutzen wollte.So haben wir den Bereich mit dem Nest völlig in Ruhe gelassen und den anderen Teil weiter benutzt,jedoch alles stets ohne hektische Handlung und wurde nie gestochen.Dafür hatten wir den ganzen Sommer keine Mücken&die Pflanzen keine Blattläuse.
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  • Kommentar von David Gfeller, Dürrenroth
    Gegen Stiche hilft Senf sehr gut.
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  • Kommentar von H. R. Epprecht, Wald
    Ein wenig Wassernebel aus einem billigen Zimmerpflanzen-Befeuchter vertreibt die Wespen zuverlässig: sie ziehen sich an ein ruhiges Sonnenplätzchen zurück um die Flügel zu trocknen. Das Wasser ist zudem unschädlich für unsere Nahrung und verhilft zu etwas Abkühlung unserer Haut. Wir machen das seit Jahren so und haben damit fast immer guten Erfolg.
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