Zug-Kollision in Rafz: Bahnbetrieb weiterhin gestört

Am Bahnhof Rafz (ZH) wird nach dem Zugunfall immer noch aufgeräumt. Die Strecke zwischen Rafz und dem baden-würtembergischen Jestetten bleibt bis Betriebsschluss gesperrt. Nach der Bergung der entgleisten Lokomotive und des Bahnwagens müssen rund 60 Meter Fahrbahn erneuert werden.

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Spektakuläre Bergung der Unglückszüge in Rafz (unkommentiert)

0:40 min, vom 21.2.2015

Die Aufräum- und Instandstellungsarbeiten nach dem Zugunfall vom Freitag beim Bahnhof Rafz (ZH) dauern länger als zuerst angenommen.

Die Strecke zwischen Rafz und Jestetten (Deutschland) bleibt bis Betriebsschluss am Samstag für den Bahnverkehr gesperrt. Die Strecke zwischen Hüntwangen-Wil (ZH) und Rafz (ZH) konnte am Samstagmittag wieder in Betrieb genommen werden, wie die SBB mitteilte. Die S-Bahn-Züge können damit wieder von Zürich HB bis Rafz verkehren.

Die internationalen Züge von Zürich nach Stuttgart werden weiter über Winterthur umgeleitet. Die Interregio-Züge von Zürich nach Schaffhausen fallen aus, die Regioexpress-Züge fallen zwischen Bülach und Schaffhausen aus. Der Güterverkehr wird ausserhalb der Hauptverkehrszeit über Winterthur–Andelfingen geleitet.

Neue Weiche wird eingebaut

Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle gestalteten sich aufwendig, wie SBB-Sprecherin Lea Meyer auf Anfrage sagte. Nach der Bergung der entgleisten Lokomotive und der Bahnwagen mussten rund 60 Meter Fahrbahn erneuert und ein zerstörtes Mastfundament ersetzt werden.

Ein Kran hebt einen Bahnwagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Nacht liefen die Bergungsarbeiten auf dem Schadenplatz bei Rafz auf Hochtouren. Keystone

Für die S-Bahn-Züge von Zürich HB bis Rafz gilt am Sonntag bis um 23 Uhr der normale Fahrplan. Anschliessend beginnen in Rafz die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau einer neuen Weiche. Die Montage erfolgt in der Nacht auf Dienstag.

Am Freitagmorgen waren beim Bahnhof Rafz eine S-Bahn und ein Interregio-Zug seitlich zusammengestossen. Der Lokomotivführer des Schnellzugs wurde schwer verletzt. Fünf Passagiere kamen mit leichten Verletzungen davon. Über die Höhe des Sachschadens konnte die SBB am Samstag noch keine Angaben machen.