St. Galler Kulturpreis für Künstlerin Manon

Die St. Gallische Kulturstiftung würdigt mit dem Grossen Kulturpreis das vielfältige Schaffen der 67jährigen Künstlerin. International bekannt wurde Manon unter anderem mit einer Live-Performance in Amsterdam. Dort liess sie sich 1979 während drei Stunden in einen Käfig sperren.

Die Künstlerin Manon posiert vor einem Bild in ihrer Ausstellung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Manon bei einer Ausstellung im Kunstmuseum St. Gallen im Jahr 2002. Keystone

Beim Kunstprojekt mit dem Namen «Sentimental Journey» empfing die Künstlerin in ihrem Käfig jeweils für drei Minuten einen Besucher oder eine Besucherin. Neben solchen «Live-Performances» arbeitet Manon auch mit installativen Arbeiten und inszenierten Fotografien.

Ihre Arbeit sei immer wieder «provokative Rebellion gegen gesellschaftliche Rollenzuweisungen», schreibt der Kanton. Darum werde «die Grande Dame der Schweizer Kunstszene» nun ausgezeichnet.

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Sex, Drugs & Ich – wie die Künstlerin Manon Exhibitionismus in...

5:35 min, aus Kulturplatz vom 27.2.2008

Manon wuchs in St. Gallen auf. Sie besuchte in der Stadt die Kunstgewerbeschule. Nach mehreren Jahren und Stationen im Ausland lebt die 67jährige heute in Zürich.

Mit dem Grossen St. Galler Kulturpreis zeichnet die St. Gallische Kulturstiftung alle drei Jahre Kulturschaffende aus, welche auch international bekannt sind. Letzter Preisträger war der Clown Pic. Der St. Galler Kulturpreis ist mit 30'000 Franken dotiert. Manon erhält die Auszeichnung am 30. November.

Sendung zu diesem Artikel

  • Manon – Glamour und Rebellion
    SRF 1 17.11.2013 11:55

    Sternstunde Kunst
    Manon – Glamour und Rebellion

    17.11.2013 11:55

    Kunst zwischen sexueller Befreiung und Feminismus – auf diesem Parkett bewegte sich die aus St. Gallen stammende Künstlerin Manon in den 1970-er Jahren. Das Publikum reagierte schockiert und fasziniert. Heute beschäftigt sich Manon mit Jugendwahn, Alter und Vergänglichkeit.