Baugesuch für Umbauten auf der Insel Ufenau eingereicht

Auf der Zürichsee-Insel Ufenau sollen 2016 und 2017 für geschätzte 6,5 Millionen Franken das Restaurant und weitere Bauten erneuert werden. Kernstück der Anlage ist das 1681 erbaute «Haus zu den zwei Raben». Ein früheres Projekt des Stararchitekten Peter Zumthor scheiterte am Moorschutz.

Visualisierung der geplanten Umbauten auf der Zürichseeinsel Ufenau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung der geplanten Umbauten auf der Zürichseeinsel Ufenau. zvg

Das barocke Gebäude «Haus zu den zwei Raben» sei in einem äusserst baufälligen Zustand, teilte das Kloster Einsiedeln am Dienstag mit. Es müsse deswegen innen und aussen umfassend saniert werden. Das heute genutzte Zelt wird abgebrochen und das «Haus zu den zwei Raben» wieder zum eigentlichen Gasthaus umfunktioniert.

Für das Projekt verantwortlich sind die Architekten Pius Bieri und Frank Roskothen. Das ganze Projekt basiere auf dem Grundsatz, dass die künftige Nutzung innerhalb der bestehenden Gebäudehüllen möglich sei, sagte Markus Ruoss von der Projektgruppe Ufenau auf Anfrage. Bis zum Frühling 2016 soll die Finanzierung gesichert sein. Aus früheren Spenden sind bereits 1,85 Millionen Franken vorhanden.

Zumthor-Projekt gescheitert

Die Zürichseeinsel ist seit dem Jahr 965 im Besitz der Einsiedler Mönche. Ursprünglich wollte das Kloster das bestehende Restaurant durch einen Neubau ersetzen. Das Bundesgericht untersagte aber 2012 die Realisierung eines von Peter Zumthor ausgearbeiteten Projektes, weil es mit dem Moorschutz nicht vereinbar sei.