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Obst aus dem eigenen Garten Tipps und Kniffs für eine reiche Ernte

Im Juli ist eine grosse Vielfalt an Früchten erntereif: Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und die ersten Brombeeren sind bereits schwarz und süss.

Doch nach der Ernte ist vor der Ernte: Die Vorbereitung für eine gute Ernte im nächsten Jahr beginnt schon jetzt.

Sonnenschutz für Kirschen und Aprikosen

Schattiernetze senken die Temperatur und schützen Kirschen und Aprikosen vor Sonnenbrand. Auf Balkonen und Terrassen mit kleineren Töpfen reicht es, den Obstbaumtopf zu beschatten. Ebenfalls nützlich: Den Topf weiss anstreichen.

Pflanzen in einem Garten mit durchsichtiger Abdeckung aus Vlies.
Legende: Schattenvlies Ein leichtes Gartenvlies schattiert reifende Früchte. Silvia Meister

Um Schädlingsbefall und Fäulnisherde zu verhindern, sollten allfällige beschädigte Früchte entfernt werden. Als weitere Massnahme lohnt es sich, Kirschessigfliegen-Fallen im Innern der Bäume aufzuhängen. Regelmässig erneuern nicht vergessen.

Aprikosenbäume reagieren während der Reifezeit empfindlich auf Trockenheit. Kräftig und durchdringend giessen ist daher wichtig. Eine zwei bis drei Zentimeter hohe Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Hanfeinstreu hält zudem den Boden feucht.

Wenn die Hitze anhält, lohnt es sich, mit dem Sommerschnitt bis August abzuwarten – die Triebe spenden wertvollen Schatten. Bei Säulen-Kirschbäumen die Seitenzweige jetzt auf 15 Zentimeter einkürzen.

Rückschnitt bei Himbeeren und Brombeeren: So geht's richtig

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Nahaufnahme von Brombeeren an einem Strauch.
Legende: Silvia Meister
  • Sommerhimbeeren: Nach der Ernte alte Ruten bodennah abschneiden und Jungruten auslichten – dabei maximal 12–15 mittelgrosse Ruten pro Laufmeter stehen lassen. Zu dicke oder zu dünne Ruten bodeneben entfernen.
  • Herbsthimbeeren: 12–20 Ruten pro Laufmeter belassen. Je weniger Ruten stehen, desto grösser werden die Früchte.
  • Brombeeren: Die Jungruten treiben im April aus und werden im Sommer ans Gerüst geheftet – Früchte tragen sie erst im nächsten Jahr. Lange Seitentriebe auf ca. 20 Zentimeter zurückschneiden.

Wilde Brombeeren und Himbeeren im Wald darf man übrigens mit Mass zum Eigengebrauch pflücken!

Erdbeeren platzsparend ernten

Für Töpfe eignen sich mehrmals tragende Erdbeersorten wie die aromatische «Mara de Bois». Rot- und rosablühende Erdbeersorten bringen zusätzlich Farbe auf den Balkon. Am einfachsten vermehren lassen sich Erdbeeren über Ausläufer.

Erdbeerpflanzen vermehren

Schritt für Schritt-Anleitungen

Sommerschnitt für leckere Johannisbeeren

Johannisbeeren gedeihen auf tiefgründigen, kalkarmen, humusreichen Böden. Damit sich kräftige Jungtriebe entwickeln, die jungen Sträucher im Winter tief pflanzen. Die Strauchbasis sollte mit rund fünf Zentimeter Erde bedeckt sein.

Ein Sommerschnitt im Juli oder August schützt die Sträucher zudem vor Graufäulebefall im Winter. Bei heissem, trockenem Wetter lohnt es sich allerdings, mit dem Schnitt zu warten, damit die inneren Triebe keinen Sonnenbrand bekommen.

Wer regelmässig die ältesten, vier– bis fünfjährigen Triebe herausschneidet, regt den Strauch zur Bildung neuer, kräftiger Bodentriebe an. Ein gesunder Johannisbeerstrauch besteht dabei aus etwa acht bis zwölf Trieben. Vergreiste, alte Büsche hingegen tragen meist nur kleine, saure Beeren, die schon grün abfallen.

Eine gute Kombi: Kaffeesatz und Heidelbeeren

Heidelbeeren brauchen leicht sauren Boden und viel Feuchtigkeit. Am besten mit Regenwasser giessen, denn Leitungswasser enthält viel Kalk (v. a. Mittelland und Juraregion). Der hohe Kalkgehalt in der Erde blockiert die Eisenaufnahme. Als Folge können die Blätter kein grünes Chlorophyll ausbilden.

Kaffeesatz wirkt vorbeugend: Getrocknet alle zwei Wochen drei bis vier Handvoll um den Strauch verstreuen und leicht einarbeiten.

Hier gibt's gratis Obst und Beeren

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Wer zu viele reife Früchte hat oder in die Ferien geht, wenn alles reift, kann Angebote wie die App mundraub oder die Webseite meinobstgarten.ch nutzen. Hier findet man Erntehelferinnen und -helfer oder kann Pflegepatenschaften schliessen.

Auch wer grössere Mengen Obst aus Privatgärten sucht oder wissen möchte, wo wild wachsende Früchte zu finden sind, wird hier fündig.

Bei akutem Eisenmangel – erkennbar an gelben Blättern und kümmerlichem Wuchs – sollte man speziellen Eisendünger giessen oder als Blattdünger sprühen. Im September, nach der Ernte, empfiehlt es sich zudem, Elementarschwefel in die Erde einzumischen: Mikroorganismen wandeln ihn um, wodurch der Boden leicht sauer wird.

Radio SRF 1, Ratgeber, 13.7.26, 11.10 Uhr

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