Es war ein Kräftemessen sondergleichen: Während mehr als einem Jahr stritten National- und Ständerat darüber, woher das Geld für die 13. AHV-Rente kommen soll. Eine solche erhalten Rentnerinnen und Rentner kommenden Dezember zum ersten Mal. Das führt im laufenden Jahr zu Mehrkosten von über 4 Milliarden Franken.
Weil sich National- und Ständerat in der Finanzierungsfrage nicht einigen konnten, wurde eine Einigungskonferenz eingesetzt. Deren Vorschlag – eine Mischlösung aus höherer Mehrwertsteuer und höheren Lohnbeiträgen – fand zwar im Ständerat eine Mehrheit. Doch der Nationalrat hat am Mittwoch lediglich einer höheren Mehrwertsteuer zugestimmt. Die Erhöhung der Lohnbeiträge hat er in einem Abstimmungskrimi mit einer hauchdünnen Mehrheit abgelehnt. Die Schlussabstimmung in den beiden Räten findet am Freitag statt.
Handelt es sich bei der Finanzierung ber die Mehrwertsteuer um eine tragfähige Lösung? Und wie gut stehen die Chancen, dass die Stimmbevölkerung diese Finanzierung an der Urne gutheisst?
Diskussionen rund um Rentenalter
FDP, SVP und GLP haben sich bis zuletzt gegen höhere Lohnbeiträge gewehrt. Stattdessen soll ein höheres Rentenalter wieder aufs Tapet kommen. Ist das nötig, um die AHV langfristig zu finanzieren oder braucht es andere Lösungen?
Derweil sieht der Bundesrat in seiner neuesten AHV-Reform 2030 vor, das Mindestrentenalter in der zweiten Säule schrittweise von 58 auf 63 Jahre zu erhöhen. Ist das richtig oder greift der Bundesrat damit in die Wahlfreiheit der Menschen ein?
Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 19. Juni 2026 in der «Arena»:
- Samira Marti, Co-Fraktionspräsidentin SP und Nationalrätin SP/BL
- Andri Silberschmidt, Vizepräsident FDP und Nationalrat FDP/ZH
- Erich Ettlin, Ständerat Die Mitte/OW
- Hannes Germann, Ständerat SVP/SH
Ausserdem im Studio:
- Jonas Eggmann, Zentralsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund
- Roland A. Müller, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband