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Wimbledon-Halbfinal der Frauen Hochklassig und dramatisch zugleich: Muchova bodigt Gauff

Tennis kann auf eine positive Art und Weise schon eine kuriose Sportart sein. Das hat der erste Wimbledon-Halbfinal der Frauen einmal mehr bewiesen. Nachdem der erste Satz eine klare Angelegenheit zugunsten von Karolina Muchova und der zweite eine genauso klare Sache zugunsten von Coco Gauff gewesen war, wollte im entscheidenden 3. Umgang einfach keine Entscheidung fallen.

Beide Spielerinnen kamen an ihr Limit – sowohl physisch als auch nervlich – und schenkten den Zuschauenden dadurch ein extrem aufregendes Finish.

Packende Schlussphase und Nervenkrimi

Sowohl Muchova als auch Gauff erspielten sich im Entscheidungssatz je zwei Breakchancen, sahen diese jedoch von der Konkurrentin abgewehrt. Und so musste das Match-Tiebreak über Sieg und Niederlage entscheiden. In der verlängerten Kurz-Entscheidung packten beide Spielerinnen gleichzeitig ihr bestes Tennis aus. Muchova etwa glänzte mit einem extrem schwierigen Volley von hinter der T-Linie.

Aber auch Gauff geizte nicht mit Highlights. Beim Stand von 4:6 zermürbte die US-Amerikanerin ihre tschechische Gegnerin regelrecht und liess sich auch von einem tückischen Netzroller nicht aus der Fassung bringen.

Beim Stand von 9:8 war es Gauff, die sich den ersten Matchball erspielen konnte. Doch just in diesem Moment flatterten bei der 22-Jährigen die Nerven. Nach einem vermeintlich guten ersten Aufschlag misslang Gauff ein Stoppball komplett. Zwar wehrte die zweifache Major-Siegerin bei 9:10 ihrerseits einen Matchball ab, im zweiten Anlauf machte Muchova kurz darauf aber den Sack zu – nach 2:35 Stunden.

Zweite Chance auf Major-Triumph

Für Muchova ist es der erste Finaleinzug in Wimbledon. Ihren bisher einzigen Grand-Slam-Final bestritt die 29-Jährige 2023 an den French Open. Damals in Paris musste sich Muchova Iga Swiatek (POL) in drei Sätzen geschlagen geben.

In Wimbledon könnte es heuer zu einem rein-tschechischen Final kommen. Im zweiten Halbfinal trifft Muchovas Landsfrau Linda Noskova (WTA 12) auf die Ukrainerin Marta Kostjuk (WTA 13). Beide Spielerinnen standen noch nie in einem Major-Final.

Wimbledon 2026

SRF zwei, Sportlive, 09.07.2026, 14:30 Uhr ; 

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