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08.06.2026, 20:00 Uhr Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur op. 33 Nr. 5

«auf-hören» – so lautete das Motto der diesjährigen, 30. Ittinger Pfingstkonzerte. Die «Diskothek» war bei dieser Jubiläumsausgabe zu Gast, und beim Blindvergleich verschiedener Aufnahmen vor Publikum konnten auch die Zuhörenden vor Ort ihre Stimme abgeben.

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Passend zum Motto hört das besprochene Stück denn auch auf, bevor es überhaupt beginnt, so paradox das klingen mag: Zwei Akkorde, Dominante-Tonika; eine Schlusskadenz setzt Joseph Haydn, der «Vater» der Gattung Streichquartett, an den Anfang seines op. 33 Nr. 5, ein musikalischer Trugschluss quasi als Einstieg, der vom ersten Takt weg Aufmerksamkeit weckt.

Überhaupt ist das gesamte Werk gespickt mit geistvollen Ideen, die Zuhörende und Interpreten und Interpretinnen herausfordern. Im langsamen Satz zeigt uns der Wiener Meister seine düstere Seite, und im abschliessenden Finale variiert er ein Siciliano-Thema dergestalt, dass sich alle vier Quartettmitglieder nacheinander an ihren Instrumenten profilieren können.

Moritz Weber hört und analysiert mit dem Liedbegleiter und Komponisten Daniel Fueter und die Geigerin Agata Lazarczyk vom Carmina Quartett das Streichquartett in G-Dur von Haydn in den Gemäuern des altehrwürdigen Klosters.

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