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03.06.2026, 06:30 Uhr Madagaskar: Wenn Korruption den Wasserhahn trockenlegt

Im Herbst 2025 hatten Proteste der jungen Bevölkerungsmehrheit, der GenZ, in Madagaskar zu einem Regimewechsel geführt. Auslöser war die Wasserkrise in dem südostafrikanischen Inselstaat. Eine militärgeführte Übergangsregierung verspricht nun Lösungen. Aber die Skepsis bleibt.

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Madagaskar hat schon viele Krisen und Regimewechsel erlebt. Es sei wie ein Land des ständigen Neuanfangs, der immer wieder scheitert, beschreibt Historiker Harilala Ranjatohery die Situation in seiner Heimat. Die GenZ-Proteste im letzten Herbst haben bei ihm jedoch leise Hoffnungen geweckt.

Sie hatten sich zuerst am Thema Wasser entzündet - denn selbst in den Wohnungen der Hauptstadt Antananarivo kommt kaum ein Tropfen mehr, weil die öffentlichen Gelder für die Infrastruktur in korrupten Kanälen versickert sind. In den Provinzen führen Misswirtschaft und Klimawandel zu Dauerdürren, Hunger und chronischer Mangelernährung.

Die neue militärgeführte Übergangsregierung hat grundlegende Reformen, ein Referendum und demokratische Wahlen 2027 versprochen. In der Protestbewegung jedoch wachsen Zweifel, ob diesen Versprechen auch Taten folgen. Einige junge Leute wollen nicht darauf warten, sondern arbeiten selbst an Lösungen, um die Krise zu lösen und Perspektiven zu schaffen.

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