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28.06.2026, 08:30 Uhr Wie unsere Sinne Sinn stiften: Ein Selbstversuch im «Sensorium»

Verkümmert im digitalen Zeitalter unsere Fähigkeit zur Wahrnehmung der Sinne? Ein Selbstversuch im «Sensorium» bei Bern zeigt, wie die bewusste Aktivierung all unserer Sinne das Wohlbefinden steigert und dem Leben neue Sinnhaftigkeit schenken kann.

Legende: Bild: Imago / Zoonar

«Sinne» und «Sinn» – die Ähnlichkeit dieser beiden Worte kann kein Zufall sein. Denn welchen Sinn würde das Leben ohne unsere Sinne machen, mit denen wir die Welt hören, schmecken, fühlen, riechen, sehen können?

In Zeiten von Social Media und zusehends virtuellen Räumen macht sich jedoch die Befürchtung breit, unsere Sinne könnten verkümmern und somit auch die Sinnhaftigkeit aus unserem Leben verschwinden. Stimmt das tatsächlich?

Ja, konstatiert der deutsche Philosoph Matthias Jung. Sein neues Buch «Sinn und Organismus» ist ein Plädoyer dafür, wegen der rasant zunehmenden Digitalisierung unserem Körper als analogem Sinnstifter wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

«Unsere Sinne stiften Sinn» – sagt auch die SRF-Radiojournalistin Yvonn Scherrer, die seit ihrem siebten Lebensmonat blind ist und mit der Fokussierung auf ihre anderen Sinne die Welt auf eine ganz besondere Art wahrnimmt.

Wie verändert eine hohe Aufmerksamkeit gegenüber unseren Sinnen unser Wohlbefinden? Inwiefern können unsere Sinne tatsächlich Sinn stiften? Und wie fühlt sich dieser Sinn an?

Diesen Fragen geht diese Folge von «Perspektiven» nach.

In der Sendung kommen zu Wort:
· Stefan Ledergerber, Leiter «Sensorium» in Rüttihubelbad
· Cecilia Vigar, Kulturvermittlerin «Sensorium» in Rüttihubelbad
· Matthias Jung, Philosoph und Autor des Buches «Sinn und Organismus» (Matthes & Seitz, 2026)
· Yvonn Scherrer, SRF-Radiojournalistin


Autor: Igor Basic


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