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«SRF Kids Reporter:in» Wer bin ich?

Vielleicht hast du dich das auch schon einmal gefragt: Wer bin ich eigentlich? Fühle ich mich als Mädchen, als Junge oder vielleicht weder noch?

Das sind grosse Fragen. Und die gute Nachricht ist: Dein Gefühl sagt dir, was für dich stimmt.

Jeder Mensch ist einzigartig. Manche wissen schon früh, wer sie sind. Andere brauchen mehr Zeit, um das herauszufinden. Beides ist völlig normal.

Wie nenne ich das jetzt?

Bei der Geburt wird anhand der körperlichen Merkmale entschieden, ob ein Baby als Mädchen oder Junge eingetragen wird. Viele Personen fühlen sich später mit diesem Geschlecht wohl. Einige Menschen merken jedoch mit der Zeit, dass dies für sie nicht stimmt.

Das nennt man Geschlechtsidentität. Sie beschreibt, wie du dich im Inneren fühlst, unabhängig davon, was andere über dich denken.

Begriffe einfach erklärt

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  • Trans: Wenn das Gefühl innen nicht zum zugeteilten Geschlecht bei der Geburt passt.
  • Non-binär: Wenn sich eine Person weder nur als Junge, noch nur als Mädchen fühlt.
  • Cis: Wenn sich eine Person so fühlt, wie das Geschlecht, dass bei der Geburt zugeteilt wurde.
  • Intergeschlechtlich Wenn eine Person mit einem Körper geboren wird, der nicht ganz den typischen Vorstellungen von Mädchen oder Junge entspricht. Das betrifft den Körper und nicht die Geschlechtsidentität.

Bei allen Begriffen gibt es unterschiedliche Ausprägungen, wie sich ein Mensch damit ganz genau fühlt. Das ist von Person zu Person unterschiedlich.

Geschlechtervielfalt ist nichts Neues. Forschende gehen davon aus, dass es Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten schon immer und überall gegeben hat. Vor vielen Jahren begannen Menschen aber an vielen Orten alle Identitäten ausser «Frau» und «Mann» zu unterdrücken. Heute wird auch bei uns wieder offener über Geschlechtervielfalt gesprochen und viele Menschen trauen sich, so zu leben, wie sie sich fühlen.

Wie fühlt es sich an, trans zu sein? SRF Kids Moderatorin Luana spricht mit Nala (8) über ihren Alltag und ihre Erfahrungen:

Fragen im Kopf? Du bist nicht allein!

Vielleicht fällt dir beim Lesen auf, dass auch dich das Thema beschäftigt. Oder du kennst ein Kind, welches darüber nachdenkt. Oder du möchtest einfach mehr darüber erfahren. Egal, aus welchem Grund: Du musst deine Fragen nicht allein beantworten.

Sprich mit einer Person, der du vertraust. Das können deine Eltern, eine Lehrperson oder die Schulsozialarbeit sein.

Es gibt auch Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst. Einige davon haben wir dir hier aufgelistet.

Diese Beratungsstellen sind für dich da:

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  • Du-bist.du: Kostenlose und anonyme Beratung für junge queere Menschen.
  • TGNS: Schweizweite Organisation von und für trans Menschen.
  • Queer-Lexikon: Leicht verständliche Informationen rund um Geschlecht, Identität und sexuelle Orientierung.
  • Nonbinary.ch: Informationen und Unterstützung speziell zum Thema non-binär sowie viele hilfreiche Links.
  • Milchjugend: Angebote, Austausch und Informationen für Jugendliche rund um Geschlecht und Identität.

Alle Fragen sind erlaubt. Dafür sind sie da!

Was kannst du tun?

Wenn du selbst nicht davon betroffen bist, fragst du dich vielleicht: Wie kann ich andere Kinder unterstützen? Du musst nicht alles über Geschlechtsidentität wissen, um eine gute Unterstützung zu sein. Hier ein paar Tipps für dich:

  • Höre zu: Wenn dir jemand etwas Persönliches erzählt, höre einfach zu. Du musst nicht sofort eine Lösung haben.
  • Benutze den Namen, den sich die Person wünscht: Damit zeigst du Respekt.
  • Respektiere Pronomen: Manche Menschen möchten, dass man mit «sie» über sie redet, andere mit «er» und weitere mit keinem Pronomen. Auch sogenannte «Neo»-Pronomen sind möglich wie they, dey, hen etc. Wenn du unsicher bist, darfst du freundlich nachfragen.
  • Niemanden auslachen: Jeder Mensch verdient Respekt. Wenn jemand ausgeschlossen oder beleidigt wird, kannst du helfen oder einer erwachsenen Person Bescheid sagen.
  • Du musst nicht alles verstehen: Es ist völlig in Ordnung, Fragen zu haben. Wichtig ist, dass wir offen und freundlich miteinander umgehen und einander akzeptieren.

Achte auf deine Sprache

Mit kleinen Wörtern kannst du viel bewirken. So sprichst du möglichst viele Menschen an und schliesst niemanden aus:

Statt... Kannst du auch sagen...
Jungs oder Mädchen Kinder, Jugendliche
Mama und Papa Eltern
Bruder oder Schwester Geschwister
Frauen und Männer erwachsene Menschen
Lehrer oder Lehrerin Lehrperson

Wenn du das Geschlecht einer Person nicht kennst oder die Person es so wünscht, kannst du auch einfach ihren Namen verwenden. Beispiel: Alex ging spazieren. Plötzlich sah Alex einen Vogel hoch oben am Himmel. Alex blieb stehen und beobachtete ihn eine Weile.

Wichtig! Du musst nicht immer geschlechtsneutrale Wörter verwenden. Wenn du jedoch nicht weisst, wie sich eine Person identifiziert, oder wenn du möglichst alle ansprechen möchtest, können diese Formulierungen hilfreich sein.

Geschichten, die Mut machen und stärken

Geschichten helfen oft dabei, andere Menschen besser zu verstehen. In Büchern kannst du entdecken, wie andere Kinder denken und fühlen. Du kannst auch vom Fachwissen von Expert:innen profitieren.

Du musst nicht heute schon wissen, wer du bist. Du darfst Fragen haben. Du darfst wachsen. Und vor allem: Du bist genau richtig, so wie du bist. Und du wirst so leben können. Auch wenn im Moment vielleicht noch nicht alle Menschen um dich alles verstehen.

Dein Abenteuer bei «SRF Kids Reporter:in»

Hast du selber eine Idee? Dann nix wie los und erzähl uns davon:

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