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25 Jahre «Fast & Furious» Mit Vollgas: vom Macho-Kino zur Milliarden-Marke

Am Anfang standen schnelle Autos und weisse Helden. Heute ist «Fast & Furious» vor allem ein Beweis dafür, dass sich Vielfalt an der Kinokasse direkt auszahlt.

Die Erfolgsgeschichte begann 2001. Da kam «The Fast and the Furious» in die Kinos. Eine Bromance zwischen einem Undercover-Cop (Paul Walker) und einem Dieb (Vin Diesel). Der Polizist sollte den Kriminellen in den Knast bringen. Was er am Ende nicht tat.  

Zwei Männer mit Sonnenbrille in einem Auto. Es sind die Hollywoodstars
Legende: Vin Diesel und Paul Walker waren die Helden des ersten Teils von «The Fast and the Furious». Universal

Macho-Kino

«The Fast and the Furious» war ein besserer B-Movie mit Autorennen, muskulösen Männern und gutaussehenden Frauen.

Er hat 38 Millionen Dollar gekostet und über 200 Millionen eingespielt. Eine Billigproduktion im Vergleich zu heute. Der bisher letzte Teil der Reihe wurde für über 300 Millionen hergestellt.  

Drei Frauen und drei Männer, die bedrohlich schauen.
Legende: Wegen Corona wurde der neunte Teil von «Fast & Furious» mehrfach verschoben. Universal

Nicht nur was das Budget angeht, spielt die «Fast & Furious»-Franchise mittlerweile in einer anderen Liga.

Actionfilm bleibt Actionfilm

Klar: Die Filme sind immer noch No-Brainer – Spektakel für Menschen, die Faustkämpfe und Verfolgungsjagden am laufenden Band mögen, denen Action wichtiger als komplexe Handlung ist. Eine Mischung aus James Bond und «Mission Impossible».

Frauen und Männer in Abendgardrobe gehen am hellichten Tag Stufen runter.
Legende: Am Anfang wurde «Fast & Furious» nur in den USA gedreht. Heute rund um die Welt. Universal

Es geht um eine Gruppe von Aussenseitern, von Dieben, die klauen und trotzdem zu den Guten gehören. Sie sehen sich selbst als eine grosse Familie.

Einer geht noch: «Fast Forever»

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Person mit Glatze fährt ein Auto.
Legende: Universal

Der bisher letzte «Fast & Furious»-Film kam 2023 in die Kinos. Einen weiteren Film wird es noch geben. Dessen Start hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder verzögert. Wegen zu hoher Produktionskosten, wechselnden Drehbuchautoren und dem Streik der Hollywood- Schauspieler und Autoren im Jahr 2023.

Der elfte Teil mit dem Titel «Fast Forever» soll im März 2028 in die Kinos kommen.

Herkunft und Hautfarbe sind in den Filmen nie Thema. Aber die Filmreihe ist ein positives Beispiel, was die Diskussionen in Hollywood über Diversität und Gleichberechtigung verändert haben.

Tschüss, weisser Held

In den ersten drei Filmen stand der traditionelle, weisse, männliche Held im Mittelpunkt. Mit dem vierten Teil 2009 änderte sich das. Nicht mehr der Einzelne zählte, sondern die Gruppe.

Ein muskulöser Mann benutzt eine Autotür als Schild.
Legende: Vin Diesel in «Fast X» (2023). Er wurde durch den ersten «Fast & Furious»-Film zum Actionstar. Heute ist er auch Koproduzent der Reihe. Universal

Bald stand eine Truppe aus koreanischen, afroamerikanischen, südafrikanischen, israelischen, britischen und brasilianischen Schauspielern und Schauspielerinnen vor der Kamera.

Gruppe von Menschen, die draussen zusammen posieren, lächeln in die Kamera.
Legende: Freu(n)de am Set: Teile des Casts nach Abschluss der Dreharbeiten von «Fast &Furious» Teil neun. Universal

Auch hinter der Kamera dominiert die Vielfältigkeit. Der Afroamerikaner John Singleton war Regisseur bei «2 Fast 2 Furious». Justin Lin, ein Amerikaner mit taiwanesischen Wurzel, drehte fünf Filme der Reihe.

Der in Malaysia geborene Australier James Wan übernahm den siebten Teil. Der Afroamerikaner F. Gary Gray war für den achten Film verantwortlich. «Fast X» drehte der Franzose Louis Leterrier.

Eine Frau und ein Mann zielen mit einer Waffe.
Legende: Die Israelin Gal Gadot spielte in fünf «Fast & Furious»-Filmen mit. Heute kennt sie jeder als Comic-Heldin Wonder Woman. Universal

Die Frauenrollen wurden im Laufe der Zeit immer wichtiger: Wer hätte sich vor 25 Jahren vorstellen können, dass Actionstar Vin Diesel neben den Oscarpreisträgerinnen Charlize Theron und Helen Mirren spielt?

Frauen hinters Steuer

Die beiden und dazu Michelle Rodriguez, Gal Gadot und andere zeigten: Rennfahren und Faustkämpfe sind auf der Leinwand keine reine Männersache mehr.  

Eine blonde Frau neben einem Waffenschrank
Legende: Charlize Theron spielte bisher in den «Fast & Furious»-Teilen acht bis zehn mit. Universal

Für Action-Fans ein Highlight in Teil sechs: die Kampfszene von Michelle Rodriguez mit Ex-MMA-Kämpferin Gina Carano in der Londoner U-Bahn.

Die Kinokassen klingeln

Die «Fast & Furious»-Filme beweisen, dass Blockbuster mit Frauen und People of Color in den Hauptrollen erfolgreich sein können. Diversität erwies sich als gut fürs Geschäft.

Eine Frau sitzt auf der Motohaube eines fahrenden Wagens
Legende: Michelle Rodriguez war in «Fast & Furious» Teil eins dabei und kam in Teil vier wieder. Universal

Mehr Ethnien, mehr Geld

Hauptdarstellerin Michelle Rodriguez hat es mal in einem Interview mit der «LA-Times» so erklärt: «Wenn jeder, der die Hauptrolle spielt, weiss ist, fühlen sich viele Leute nicht einbezogen. Glauben Sie nicht, dass Sie mehr Karten für die Filme kaufen, in denen Sie sich einbezogen fühlen?»

Die Sache ist aufgegangen. Bisher hat die «Fast & Furious»-Reihe über sieben Milliarden Dollar eingespielt.

Transparenzhinweis

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Dieser Artikel erschien in einer ersten Versionen im Jahr 2021.

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