Die erste Hitzewelle des Jahres brachte schon Ende Mai über mehrere Tage hinweg Temperaturen über der 30-Grad-Marke. Nun geht die bereits dritte Hitzewelle des Sommers zu Ende. Der Sommer ist noch lange nicht vorbei – die Anzahl Hitzetage ist aber jetzt schon extrem.
Woche zum Durchschnaufen
Am Samstag liegt noch schwülwarme und gewitteranfällige Luft über der Schweiz. Am Sonntag bringt eine Kaltfront einen Luftmassenwechsel. Danach erwartet uns vor allem in der Deutschschweiz eine Sommerwoche auf gemässigtem Temperatur-Niveau.
In den Nächten kühlt es auf 15 bis 10 Grad ab. Nachmittags werden 20 bis 25 Grad erreicht. Nach der grossen Hitze empfinden das viele von uns wohl eher als kühl. Diese Temperaturen entsprechen aber ziemlich genau dem Juli-Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
Kommt die Hitze zurück?
Im langjährigen Mittel erwartet uns die heisseste Phase des Jahres jeweils zwischen Ende Juli und Anfang August – im Volksmund Hundstage genannt. Ob uns diese auch in diesem Jahr bevorstehen oder ob sie ausfallen, ist noch offen.
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Bild 1 von 3. In der kommenden Woche sind die Temperaturen in der Schweiz normal und im Osten leicht unterdurchschnittlich. Bildquelle: European Centre for Medium-Range Weather Forecasts www.ecmwf.int.
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Bild 2 von 3. In der Woche vom 27. Juli bis zum 3. August werden wieder schweizweit positive Temperatur-Abweichungen berechnet. Bildquelle: European Centre for Medium-Range Weather Forecasts www.ecmwf.int.
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Bild 3 von 3. Auch die Woche vom 3. bis zum 10. August ist voraussichtlich wärmer als üblich. Bildquelle: European Centre for Medium-Range Weather Forecasts www.ecmwf.int.
Die Trendkarten vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF zeigen nur in der kommenden Woche normale bis unterdurchschnittliche Temperaturen.
Bereits ab dem 27. Juli werden wieder positive Temperatur-Abweichungen berechnet. Weitere Hitzetage Ende Juli und im August sind somit wahrscheinlich.
Viel mehr Hitzetage als üblich
Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 gab es in Bern 9 und in Basel 14 Hitzetage pro Jahr. In der Periode zwischen 1961 und 1990 waren es sogar nur 3 respektive 7 pro Jahr. Mitte Sommer haben wir diese Werte bereits deutlich überschritten: In Bern wurde die Hitze-Marke von 30 Grad 26-mal geknackt, in Basel gab es schon 34 Hitzetage.
Zum Vergleich: Im Hitzesommer 2003 wurden in Bern 32 und in Basel 41 Hitzetage registriert. Die meisten davon gab es damals zum Höhepunkt der Hitzewelle im August. Betrachtet man nur Juni und Juli, gab es im aktuellen Sommer mehr Hitzetage als im Jahr 2003.