Der März brachte auf der Alpensüdseite sowie in Teilen der Zentral- und Ostschweiz gewöhnliche Regenmengen. Im nördlichen und westlichen Mittelland fiel bereits weniger Regen als üblich. Auch der April war schweizweit deutlich zu trocken. An einigen Messstationen wurde noch nie so wenig Regen im April gemessen. Nach gelegentlichen Regengüssen in den ersten drei Maiwochen verschärfte die heisse und trockene Phase Ende Mai die Trockenheit erneut.
Neben dem mangelnden Regen sorgten überdurchschnittlich hohe Temperaturen und viel Sonnenschein für eine erhöhte Verdunstung. Dadurch trockneten die Böden rasch aus.
Tropfen auf den heissen Stein
In den ersten Junitagen sorgten Störungen wiederholt für Regen. Am Montag gingen vor allem im Jura und in der Nordwestschweiz kräftige Gewitter nieder. Lokal fielen in kurzer Zeit rund 30 Millimeter (mm) Regen.
An einigen Orten kam in den ersten Junitagen bereits mehr Wasser zusammen als im ganzen Monat Mai. In Chur/GR wurden bis zum 9. Juni rund 60 mm registriert, im Mai fielen gesamthaft nur 36 mm.
Die nächste Trockenphase kommt
Bis Donnerstag ziehen noch einige Regenschauer vorüber, am Freitag wird es höchstens noch ganz lokal nass.
Danach beginnt eine neue Trockenphase, die voraussichtlich bis Ende kommender Woche anhält. Zudem sind die Schneehöhen in den Alpen unterdurchschnittlich: Somit fliesst auch weniger Schmelzwasser als üblich in die Bäche, Flüsse und Seen.