Radarmessungen sind nicht gleich Radarprognosen
In den nächsten Tagen ist das Gewitterpotenzial hoch. Viele schauen dann auf die Radarprognose und sind enttäuscht, wenn diese nicht exakt eintrifft. Das liegt daran, dass die Radarbilder für die Zukunft nur Prognosen sind – keine Messungen.
Gewitter gehören zu den schwierigsten Wettererscheinungen in der Vorhersage. Ob, wann und wo sie entstehen, hängt von vielen Faktoren ab. Schon kleine Unterschiede können darüber entscheiden, ob es trocken bleibt oder ein kräftiges Gewitter entsteht. Man kann die Bedingungen für Gewitter gut erkennen, beim genauen Ort und Zeitpunkt ist es schwieriger. Die Radarprognose in der SRF Meteo App ist deshalb nicht «falsch», sondern zeigt die Berechnung eines Wettermodells. Sie liefert ein wahrscheinliches Szenario, keine exakte Vorschau auf die Zukunft.
Gewitter ja – aber wo genau?
Weil Gewitter schwierig vorherzusagen sind, betrachten Meteorologinnen und Meteorologen mehrere Wettermodelle. Die Modelle sind sich in der Hauptaussage einig: Das Gewitterpotential ist erhöht. Unterschiede gibt es vor allem im Detail bei Ort, Zeitpunkt oder Intensität der Gewitter. Das Beispiel zeigt die Prognosen von vier Wettermodellen für den 14. Juli um 18 Uhr. Für Zürich sagen nur zwei der vier Modelle Gewitterzellen voraus.
Auch in den nächsten Tagen gilt: Die Gewitterneigung bleibt bestehen. Wo es am Ende tatsächlich zu Blitz und Donner kommt, kann sich jedoch bis zuletzt noch ändern.