In Frankreich sind die Waldbrände inzwischen so gross, dass sie ihr eigenes Wetter erzeugen.
Über den Flammen hat sich eine sogenannte Pyrocumulonimbus-Wolke gebildet – eine Gewitterwolke, genährt vom Feuer.
Entstehung
Ein heftiger Waldbrand sorgt für enorme Hitze. Über dem Feuer steigt heisse Luft auf. In der Höhe kühlt die Luft ab, wodurch der enthaltene Wasserdampf zu unzähligen kleinen Tröpfchen kondensiert. Zusammen bilden diese eine Wolke. Sind die Waldbrände stark genug und die atmosphärischen Bedingungen günstig, kann die Wolke zu einer Gewitterwolke heranwachsen.
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Bild 1 von 4. Ein Waldbrand entsteht. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 2 von 4. Über dem Feuer steigt warme Luft auf und es bildet sich eine Wolke. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 3 von 4. Das Feuer wird grösser und die Aufwinde nehmen zu. Dadurch wächst die Wolke zu einer Gewitterwolke heran. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 4 von 4. Blitzeinschläge verursachen neue Brände. Sogenannt «Downbursts» erzeugen Sturmböen, die das Feuer weiter anfachen. Bildquelle: SRF Meteo.
Die neu entstandene Gewitterwolke beginnt den Waldbrand zu beeinflussen.
Unberechenbar
Wo und in welche Richtung sich das Feuer ausbreitet, lässt sich kaum vorhersagen. Die starken Fallwinde des Gewitters können das Feuer anfachen und dazu führen, dass es sich in alle Richtungen ausbreitet. Blitze können zudem mehrere Kilometer entfernt neue Brände entfachen.
Erstmals in Frankreich
Normalerweise treten Pyrocumulonimbus-Wolken vor allem in Australien, Kanada und den westlichen USA bei besonders heftigen Waldbränden auf. In Europa sind sie extrem selten. In Frankreich handelt es sich vermutlich um das erste Ereignis dieser Art überhaupt. Mit dem Klimawandel steigt in vielen Regionen das Risiko für häufigere und intensivere Waldbrände.