Regen Ja, Entwarnung Nein. Trotz der Gewitter der letzten Tage sind die Böden immer noch stark ausgetrocknet.
Weiterhin trockene Böden
Dass die Trockenheit trotz der jüngsten Gewitter anhält, hat vor allem zwei Gründe:
- Es hat nur lokal viel geregnet.
Gewitter bringen ihre Niederschläge oft sehr ungleich verteilt. Während lokal innerhalb kurzer Zeit grosse Regenmengen fallen, geht andernorts kaum ein Tropfen nieder. Entsprechend konnten die Niederschlagsdefizite der vergangenen Wochen vielerorts nicht ausgeglichen werden. Wie stark die Regenmengen von Ort zu Ort variierten, zeigt die folgende Darstellung des Regens vom 14. bis 18. Juli.
- Trockene Böden nehmen Wasser schlecht auf.
Nach längeren Trockenphasen können Böden «hydrophob», also wasserabweisend werden. Fällt dann innert kurzer Zeit viel Regen, versickert nur ein Teil des Wassers - der Rest fliesst oberflächlich ab.
Das Phänomen kennt man von Blättern: Ihre Oberfläche ist oft wasserabweisend, sodass Regentropfen nicht eindringen, sondern abperlen. Nach längeren Trockenperioden können auch Böden solche hydrophoben Eigenschaften entwickeln.
Was der trockene Boden jetzt bräuchte
Um die Trockenheit nachhaltig zu lindern, braucht es vor allem regelmässigen Regen, der möglichst grossflächig fällt. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Regen kommt, sondern auch wie schnell er fällt: Erst langsamer und länger anhaltender Regen kann die tieferen Bodenschichten wieder genügend anfeuchten. Doch eine solche Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.