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Wasserhose Tornado in der Schweiz!

Am Mittwoch bildete sich über dem Bodensee eine imposante Wasserhose.

Eine Wasserhose ist grundsätzlich nichts anderes als ein Tornado über dem Wasser.

Wasserhose über dem Bodensee

Dennoch kann man Wasserhosen und Tornados über dem Land nicht direkt vergleichen, da sie unterschiedlich entstehen.

Wie entstehen Wasserhosen?

Wasserhosen brauchen im Allgemeinen drei Voraussetzungen zur Entstehung:

  • instabile Atmosphäre mit kalter Luft in der Höhe
  • schwache Winde, die in unterschiedliche Richtungen wehen
  • eine warme Wasseroberfläche (z.B. See oder Meer)

Wenn die Luft am Boden warm und in grösseren Höhen kalt ist, spricht man von einer instabilen oder labilen Atmosphäre. Je grösser der Temperaturunterschied, desto instabiler ist die Atmosphäre. In einer instabilen Atmosphäre kann Luft besonders gut aufsteigen, wodurch sich Wolken und Gewitter bilden. Diese saugen wiederum weitere Luft von unten an. Sind die Gewässer ausreichend warm, wird die darüberliegende Luft stark angefeuchtet. In der Luft kondensiert das Wasser und wird beim Aufsteigen als Rüssel sichtbar.

Untypisch für die Jahreszeit

Normalerweise treten Wasserhosen im Spätsommer oder frühen Herbst auf, wenn die Gewässer besonders warm sind und eine Kaltfront kalte, labil geschichtete Luft bringt. Aufgrund der starken Hitzewelle im Juni haben die Gewässer in der Schweiz jedoch bereits hochsommerliche Temperaturen erreicht. Zusammen mit der Kaltfront am Mittwoch entstanden so Bedingungen, wie sie normalerweise erst im Hochsommer oder frühen Herbst auftreten.

SRF 4 News, 01.07.2026, 16:20 Uhr

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