Eine Wasserhose ist grundsätzlich nichts anderes als ein Tornado über dem Wasser.
Wasserhose über dem Bodensee
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Bild 1 von 6. Unterbilchen/SG . Spektakuläre Bilder zeigen die Wasserhose über dem Bodensee. Bildquelle: Heidi Fürer.
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Bild 2 von 6. Friedrichshafen/DE . Die Wasserhose ist ein Tornado über Wasser. Bildquelle: Frank Dillmann .
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Bild 3 von 6. Arbon/TG. Für das Segelboot ist die Wasserhose zum Greifen nah. Bildquelle: Denise Edelmann.
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Bild 4 von 6. Bodensee. Damit eine Wasserhose entsteht, braucht es warmes Wasser. Bildquelle: Urs Schnellmann.
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Bild 5 von 6. Rorschacherberg /SG. Die Wasserhose bildet sich unter einer Gewitterwolke. Bildquelle: Peter Sencar.
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Bild 6 von 6. Rorschacherberg/SG. Mit der Wasserhose sind gleich zwei «Türme» auf diesem Bild. Bildquelle: Marion Belz.
Dennoch kann man Wasserhosen und Tornados über dem Land nicht direkt vergleichen, da sie unterschiedlich entstehen.
Wie entstehen Wasserhosen?
Wasserhosen brauchen im Allgemeinen drei Voraussetzungen zur Entstehung:
- instabile Atmosphäre mit kalter Luft in der Höhe
- schwache Winde, die in unterschiedliche Richtungen wehen
- eine warme Wasseroberfläche (z.B. See oder Meer)
Wenn die Luft am Boden warm und in grösseren Höhen kalt ist, spricht man von einer instabilen oder labilen Atmosphäre. Je grösser der Temperaturunterschied, desto instabiler ist die Atmosphäre. In einer instabilen Atmosphäre kann Luft besonders gut aufsteigen, wodurch sich Wolken und Gewitter bilden. Diese saugen wiederum weitere Luft von unten an. Sind die Gewässer ausreichend warm, wird die darüberliegende Luft stark angefeuchtet. In der Luft kondensiert das Wasser und wird beim Aufsteigen als Rüssel sichtbar.
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Bild 1 von 4. Windscherung: Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 2 von 4. In der instabilen Atmosphäre steigt Luft auf und bildet eine Wolke. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 3 von 4. Rotation nach oben gezogen: Die Hebung in der Wolke saugt Luft von unten nach oben. Damit wird die Rotation von der Seeoberfläche nach oben gesogen. Bildquelle: SRF Meteo.
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Bild 4 von 4. Pirouetten-Effekt: Die Rotationszone wird in der Höhe auseinander gezogen. Die Luftsäule zieht sich somit zusammen. Ist die Luftsäule schmaler, rotiert sie schneller. Ähnlich der Bewegung eines Eiskunstläufers: Zieht er die Arme ein, dreht er sich schneller. Bildquelle: SRF Meteo.
Untypisch für die Jahreszeit
Normalerweise treten Wasserhosen im Spätsommer oder frühen Herbst auf, wenn die Gewässer besonders warm sind und eine Kaltfront kalte, labil geschichtete Luft bringt. Aufgrund der starken Hitzewelle im Juni haben die Gewässer in der Schweiz jedoch bereits hochsommerliche Temperaturen erreicht. Zusammen mit der Kaltfront am Mittwoch entstanden so Bedingungen, wie sie normalerweise erst im Hochsommer oder frühen Herbst auftreten.