Erstmals erhält die Riehener Fondation Beyeler seit ihrer Gründung eine Kunstsammlung geschenkt. Die 33 Kunstwerke sind Schlüsselwerke aus der Sammlung des französischen Ehepaars Claude und Micheline Renard. Darunter befinden sich Arbeiten von Dubuffet, Francis, Polke, Basquiat oder Fautrier.
Es sei die erste Schenkung einer Kunstsammlung an die Fondation Beyeler seit deren Gründung vor rund 15 Jahren, teilt die Fondation mit. Aufgrund ihrer grossen Wertschätzung für Ernst Beyeler und dessen Museum sei es der ausdrückliche Wunsch des Ehepaars Renard gewesen, die Schlüsselwerke ihrer Sammlung der Fondation zu übergeben.
Claude Renard (1928-2005) hatte in den 1970er Jahren als Kadermitglied bei der Automobilfirma Renault die Abteilung «Recherches, art et industrie» initiiert. Damit begründete er die erste grosse Firmensammlung zeitgenössischer Kunst in Frankreich.
Zusammen mit seiner Frau Micheline konzipierte er zudem Ausstellungen in der Abtei von Sénanque in Südfrankreich. Aus dem langjährigen Engagement des Ehepaars entstand schliesslich auch eine Sammlung mit Gemälden, Skulpturen und Papierarbeiten renommierter internationaler Künstler der Nachkriegszeit.
Unter den von Micheline Renard der Fondation Beyeler übereigneten Werken findet sich etwa die Polyesterplastik «Borne au logos IV» von Jean Dubuffet. Mit dabei sind auch das Leinwandbild «Claude's Dream» und andere Arbeiten aus den 1970er und 1980er Jahren des amerikanischen Action Painters Sam Francis
Die Schenkung wird unter eigener Sammlungsbezeichnung ins Beyeler-Museum aufgenommen. Bis zum 5. Mai sind die Werke in einer von Raphaël Bouvier kuratierten Ausstellung zu sehen.