Bloomberg will nicht US-Präsident werden

Der frühere Stadtpräsident von New York, Michael Bloomberg, steigt nicht in das Präsidentschaftsrennen in den USA. Seine Kandidatur als Unabhängiger könne dazu führen, dass Donald Trump oder Ted Cruz von den Republikanern gewählt würden, sagte Bloomberg. Dieses Risiko wolle er nicht eingehen.

Michael Bloomberg spricht an einem Rednerpult. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Republikaner Donald Trump führe eine «spalterische und hetzerische» Kampagne, sagte Michael Bloomberg. Keystone

«Wenn ich mir die Daten anschaue, ist mir klar, dass ich nicht gewinnen kann.» Mit dieser Begründung hat Michael Bloomberg, von 2002 bis 2013 Stadtpräsident von New York, einer Kandidatur für die US-Präsidentschaft eine Absage erteilt.

Vor Kurzem hatte Bloomberg noch gesagt, er denke darüber nach, in das Rennen einzusteigen. Der 74-jährige Milliardär war einst Demokrat und später Republikaner. Seit 2007 ist er parteilos.

Seine Kandidatur würde die Wahlchancen für Donald Trump oder Ted Cruz von den Republikanern erhöhen, erklärte Bloomberg nun. «Das ist ein Risiko, das ich nicht eingehen kann.» Denn Trump führe eine «spalterische und hetzerische» Kampagne. Und Cruz äussere sich zwar zurückhaltender, sei in seinen Ansichten aber genauso extrem, sagte Bloomberg.

Auch gegen Sanders

Kürzlich hatte sich Bloomberg auch besorgt gezeigt, dass Bernie Sanders bei den Demokraten Hillary Clinton ausstechen könnte. Sanders vertritt in Bloombergs Augen zu extreme Positionen.

Bloomberg hatte schon früher wiederholt laut über eine Kandidatur nachgedacht, aber stets darauf verzichtet. Bislang hat es in den USA noch nie ein unabhängiger Bewerber zum Präsidenten gebracht.

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