Kleiner Ort – aber gross im Schallplatten-Geschäft
-
Bild 1 von 5. Hier werden die Songs der ganz Grossen im Musikbusiness auf Vinyl-Platten geritzt – im kleinen Ort Lodenice in Tschechien. Bildquelle: Reuters.
-
Bild 2 von 5. In der lauten und tropisch heissen Produktionshalle sind Jahrzehnte alte Maschinen am Werk. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 3 von 5. Was zunächst wie ein runder Keks aus Vinyl aussah, wird innerhalb weniger Sekunden mit einem Druck von bis zu 200 Tonnen zu einer Scheibe gepresst und weiterverarbeitet. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 4 von 5. Viele sind zwar schwarz, aber fast jede vierte der von GZ Media hergestellten Platten ist bunt. Es gibt aber auch sehr spezielle Ausführungen: So wurde auch schon mal dem Wunsch einer US-Rockband entsprochen, die Asche eines verstorbenen Bandmitglieds mit in die Schallplatte zu pressen. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 5 von 5. Am meisten Platten liefert die tschechische Firma in die USA aus. Einmal in der Woche hebt ein Flugzeug in Richtung Kalifornien ab, das acht bis zehn Tonnen Schallplatten geladen hat. Bildquelle: Reuters.
Trotz des Siegeszuges von CD und digitaler Musik hielt GZ Media aus Lodenice, einem kleinen tschechischen Örtchen mit 1800 Einwohnern unweit von Prag, an seinen alten Maschinen fest und presst jetzt Millionen Schallplatten für den gesamten Globus.
Massiv mehr Platten verkauft
Rund sieben Prozent aller verkauften Alben – abgesehen von digitaler Musik – wurden 2014 in Tschechien auf Vinyl gepresst. In den USA, dem grössten Markt für Schallplatten weltweit, waren es im Vergleich sechs Prozent. «In den vergangenen vier Jahren sind wir jährlich zwischen 25 und 30 Prozent gewachsen», sagt der Verkaufschef von GZ Media.
Allein in den USA wurden 2014 rund 9,2 Millionen Platten verkauft, was einem Anstieg von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz des Booms bleibt Vinyl insgesamt gesehen ein eher kleiner Markt: Rund zwei Prozent von rund 14 Milliarden Euro Umsatz macht die Musikindustrie weltweit mit Schallplatten.