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Panorama Wie der hundertjährige Diego seine Art vorm Aussterben rettete

Das Sex-Leben der Galapagos-Riesenschildkröte Diego ist schon jetzt Stoff für eine Legende. Diego hat in seinem langen Leben mehr als 800 Nachkommen gezeugt – und seine Art damit praktisch im Alleingang vorm Aussterben bewahrt.

Legende: Video Das ist Diego. Er hat seine Art gerettet. abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.09.2016.

Noch vor einem halben Jahrhundert sah es schlecht aus für Chelonoidis hoodensis, eine Unterart der Galapagos-Riesenschildkröte. Zwei männliche Tiere und zwölf weibliche lebten damals noch auf Española, der südlichsten Insel des Galapagos-Archipels. Weil die wenigen Tiere sich in freier Wildbahn nicht begegneten, waren sie vom Aussterben bedroht.

Dann kam Diego. Er war irgendwann in seinen ersten Lebensjahrzehnten von Española in den Zoo von San Diego in den USA gebracht worden. Als sich herausstellte, dass er zur bedrohten Chelonidis Hoodenis gehört, wurde er 1976 zurück auf seine Insel gebracht.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Diego zeugte auf Española bis heute etwa 800 Nachkommen und hat seine Art damit praktisch im Alleingang gerettet. So viel Glück hatten andere Artgenossen nicht: Chelonidis abingdoni, eine andere Galapagos-Riesenschildkröte, gibt es inzwischen nicht mehr. Ihr letzter Überlebender starb 2012.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Die Art ist gar nicht gerettet. Es gibt nur wenige Unterschiede bei den Immunsystemen dieser 800 Nachkommen. Ein Virus, ein Bakterium und futsch sind sie alle. Ähnliches gilt für die Steinböcke im Alpenraum, von denen es zwischendurch nur noch 60 Tiere gab. Auch sie sind schnell alle Opfer einer Krankheit. Leider ist es nicht ganz sooo einfach, eine Art zu retten.
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