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CO2-Kompensation vor dem Flug 12 Franken gegen das schlechte Gewissen

Passagiere können einen kleinen Beitrag zahlen, um so ihre Flugreise zu kompensieren. Doch das Prinzip ist nicht unumstritten.

Legende: Video CO2-Kompensation bei Reisen mit dem Flugzeug abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.07.2017.

Die Idee ist einfach: Wer ein Flugticket bucht, lässt die Menge ausgestossenes CO2 berechnen. Dies ergibt einen bestimmten Betrag. Mit diesem Geld werden weltweit klimafreundliche Projekte unterstützt, wie zum Beispiel energiesparende Kocher, Wiederaufforstung oder Windkraft.

Einfacher und billiger Klimaschutz?

Die Beträge, die Flugpassagiere bezahlen müssten, um ihren Flug zu kompensieren, sind erstaunlich niedrig: 12 Franken für einen Flug Bern – Palma de Mallorca, retour.

Viele Passagiere sind überrascht von dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die meisten kennen das Prinzip der CO2-Kompensation nicht und wären bereit, den Betrag zu bezahlen.

Blick aus einem Flugzeug auf den Flughafen Zürich.
Legende: Umweltverträgliches Reisen – leider ein Widerspruch. Blick aus dem Flugzeug auf den Flughafen Zürich (Archivbild). Keystone

Teilweise schon im Flugticket drin

Der Reiseveranstalter Baumeler Reisen ist vom Prinzip überzeugt. Er bietet seinen Kunden an, ihre Reise unkompliziert zu kompensieren. Der Betrag ist im Preis der Buchung miteinbegriffen, kann jedoch auf Wunsch gestrichen werden. Rund 75 Prozent der Passagiere entscheiden sich, den Beitrag zu bezahlen. «Wir bekommen sehr positives Kundenfeedback», sagt Geschäftsführer Serge Brunner.

Kuoni möchte die Klimabeiträge nicht zum Kaufpreis addieren. Man befürchtet einen Buchungsrückgang. Besonders bei Badeferien sei der Preiskampf zu stark. Stattdessen setze man auf freiwillige Kompensationen. Diese können dann über eine Partneragentur berechnet und bezahlt werden. Generell ist man bei Kuoni skeptisch gegenüber dem Erkaufen eines guten Gewissens. Pressesprecher Marcel Schlatter bemerkt: «Wir müssen ehrlich sein, Tourismus und Nachhaltigkeit vertragen sich nicht immer ganz gut.»

Es droht der «Rebound Effekt»

Das Prinzip der CO2-Kompensation kann tatsächlich kontraproduktiv sein. Therese Lehmann Friedli, stellvertretende Leiterin der Forschungsstelle Tourismus an der Universität Bern, warnt: «Es besteht immer die Gefahr des ‹Rebound Effekts›, was heisst, dass wenn man kompensiert hat, man dafür noch mehr fliegt ». Dann falle die Bilanz trotz allem negativ aus.

Ein Passagier bringt es kurz vor seinem Abflug in die spanische Sonne auf den Punkt: «Das Beste wäre vermutlich, gar nicht zu fliegen.»

38 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Wo sind all die Gletscher hin die einst die Schweiz überzogen haben wo sind sie geblieben? Ich kann da den Gletschergarten in Luzern empfehlen als Weiterbildung. Die Sünder die das Klima angeblich verändern sollen existierten damals nicht. Co2 ist kein Schadstoff sondern ein Dünger es verbessert das Pflanzenwachstum. Es ist die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten. Neuen CO2 Steuern die jeden Bereich menschlicher Aktivitäten betreffend liegen in der Schublade. Eine geniale Geschäftsidee.
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  • Kommentar von Pi Ru (Pi Ru)
    In der schönen Schweiz lässt es sich schon gut leben und man kann einfach so tun, als ginge uns das nichts an. Aber schauen Sie mal über den Tellerrand hinaus. Die Chinesen ersticken ab dem Smog, Kiribati geht unter und, ach ja die Gletscher schmelzen unaufhaltsam. Hmm, waren die nicht mal in der Schweiz?
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  • Kommentar von Shyhry Flubacher (Shyhry)
    Warum sollte ich Geld augeben wenn mir nicht klar ist wohin das Geld fliesst. Dies wurde in Ihrem Bericht nicht dokumentiert.
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