Zum Inhalt springen

Header

Von einem Helikopter seilt sich ein Polizist in ein Schiffab.
Legende: Sondereinheiten verschiedener Kantone üben einen Einsatz auf dem Genfersee (25.8.2009). Keystone
Inhalt

Schweiz Mit Sondereinheiten gegen Terror

Mit den Terroranschlägen von Paris sind die französischen Sondereinheiten ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Solche top ausgebildeten Spezialkräfte gibt es auch in diversen Kantonen in der Schweiz – jedoch nicht auf Ebene des Bundes.

Verschiedene Schweizer Polizeikorps verfügen über Spezialeinheiten. Sie heissen «Enzian», «Diamant», «Barrakuda», «Luchs» oder «Skorpion». Ihr Totalbestand beträgt schätzungsweise mehrere hundert Mann.

Die meisten dieser Sondereinheiten wurden nach der blutigen Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972 in München gegründet. Fragen zur Bewaffnung, Ausrüstung und Taktik werden von den Verantwortlichen nicht beantwortet.

Video
Aus dem Archiv: Sondereinheit Luchs feiert 25 Jahr-Jubiläum
Aus Schweiz aktuell vom 31.05.2011.
abspielen

Alle helfen einander

Bei einem Terroranschlag in der föderalistischen Schweiz wäre grundsätzlich zunächst der betroffene Kanton zuständig. Tatsächlich könnten diese Spezialeinheiten auch zur Terrorbekämpfung eingesetzt werden, sagt Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten.

Es sei aber klar, dass «ein Terrorangriff irgendwo in der Schweiz sofort alle Polizeikräfte im Land binden wird», betont Blättler. Zwar würde die Führung des Einsatzes beim betroffenen kantonalen Polizeikorps liegen. Dieses würde allerdings umgehend von den Polizeikorps anderer Kantone unterstützt. Dies zu organisieren sei die Aufgabe des Polizeiführungsstabes der Kantonskonferenz.

Armee subsidiär einsetzbar

Wenn nötig könnten die polizeilichen Eingreifgruppen auch auf die Unterstützung der Armee zählen, bestätigt Walter Frik, Sprecher Verteidigung im Militärdepartement.

Dabei stünden freilich nicht die Profi-Elitesoldaten des Armee-Aufklärungsdetachements 10 im Vordergrund, sondern eher Durchdiener wie etwa Infanteristen. Diese könnten die zivilen Behörden unterstützen, etwa indem sie einen Sicherheitskordon ausserhalb des unmittelbar betroffenen Gebiets bilden würden.

Zwar hatte Verteidigungsminister Ueli Maurer vor einer Woche in der «Samstagsrundschau» von einem Sonderdetachement Terrorbekämpfung gesprochen. Mit Blick auf die bereits vorhandenen polizeilichen und militärischen Spezialeinheiten dachte er dabei aber nicht unbedingt an eine neue Formation auf Bundesebene.

Eher geht es ihm um eine nähere Zusammenführung der Spezialkräfte, etwa, indem sie einheitlich ausgebildet würden. Denn die Terrorbekämpfung endet nicht an der Kantonsgrenze.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Naja, vorgestern in Bern konnten die schon mal üben. Mit der Maschinenpistole den Leuten sagen, hier sei gesperrt, man müsse irgendwo sonst durch gehen ... Dazu braucht es natürlich ne automatische Waffe. Ohne wäre dieser Auskunftsdienst nicht möglich. Sah etwas unprofessionell aus. Aber wer erwartet anderes von der Polizei?
  • Kommentar von Joe Huber  (Joe H.)
    Denke, dass spätestens nach einem nötig gewordenen Ernsteinsatz von Spezial-Einheiten all diese unqualifizierten, despektierlichen Kommentare aus der Linken Ecke verschwinden würden.
    1. Antwort von Felice Limacher  (Felima)
      Warum muss immer alles politisiert werden ? Das verstehe ich beim besten Willen nicht !!! Abgesehen davon, von "wenns", "abers" und Angst lässt es sich schlecht leben. Ganz abgesehen davon, dass Sicherheit sich definitif nicht kauffen lässt ...
  • Kommentar von Beatrice Mayer  (signorinetta)
    Gut zu wissen für eventuelle Terroristen, dass bei einem Anschlag alle Polizeikräfte dort gebunden sein werden. Das ist Teil der Strategie, um mehr Luft für einen zweiten Anschlag zu haben.