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Schweiz St. Galler Muslimin darf mit Kopftuch zur Schule

Das St. Galler Verwaltungsgericht hat entschieden, dass eine muslimische Schülerin mit Kopftuch in den Unterricht darf. Das freut den Islamischen Zentralrat, der ihre Familie im Gerichtsverfahren unterstützte.

Frauen mit Kopftuch umarmen sich
Legende: Prozessbeobachter des Islamischen Zentralrats (rechts Generalsekretärin Ferah Ulucay) freuen sich über das Urteil. Keystone

Eine muslimische Schülerin aus St. Margrethen (SG) darf mit Kopftuch zur Schule gehen. Das St. Galler Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde der Familie gegen ein Kopftuch-Verbot in der Schule gutgeheissen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Wunsch des 13-jährigen Mädchens, während des Unterrichts das islamische Kopftuch (Hijab) zu tragen, sei durch die Glaubens- und Gewissensfreiheit geschützt, begründete das Gericht sein Urteil. Ein Verbot erweise sich «zurzeit als unverhältnismässig».

Es sei nicht ersichtlich, dass das Tragen des islamischen Kopftuchs die Integration der Schülerin in ihrer Klasse beeinträchtigt habe, argumentierte das Gericht. Auch der geordnete Schulbetrieb sei nicht gestört worden.

Anwalt wirft Familie Verweigerung vor

Das Mädchen hatte als Sechstklässlerin im Sommer 2013 damit begonnen, mit Kopftuch zur Schule zu gehen. Darauf erliess die Schulgemeinde ein Kopfbedeckungsverbot, gestützt auf eine Empfehlung des Erziehungsrats des Kantons St. Gallen. Die Familie erhob dagegen Beschwerde.

Ihre Anwältin argumentierte in der öffentlichen Verhandlung mit der Religionsfreiheit. Die Schulordnung müsse übergeordnetes Recht respektieren – in diesem Fall die Bundes- und die Kantonsverfassung sowie die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

Der Vertreter der Schulgemeinde erklärte, das Verbot richte sich nicht nur gegen Kopftücher, sondern auch gegen andere Kopfbedeckungen wie Baseballmützen, die den Lernbetrieb störten. Der muslimischen Familie warf er eine Verweigerungshaltung vor, weil die Kinder auch nicht zum Schwimmunterricht und ins Skilager gingen.

Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS), der die Familie im Gerichtsverfahren unterstützt, nahm das Urteil mit Genugtuung zur Kenntnis. Das Gericht anerkenne, dass das Tragen eines Kopftuchs auch in der Schule für praktizierende muslimische Mädchen von grosser Bedeutung sei, teilte der IZRS mit.

70 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Auch wenn (vorallem aus Deutschland!) gewisse "Dauerschulmeister" die Sorgen der schleichenden Islamisierung in Europa nicht teilen und weiterhin verharmlosen, ja sogar solche religiöse Forderungen energisch verteidigen, bleibt und ist es ein Fakt: Mit solchen amtlichen Entscheiden, kommen die "militanten Islamisten" ihrem Ziel immer näher: Europa zu islamisieren! Einfache Menschen, die bloss 8 Jahre Schule ausweisen, spüren das, nur die "Gutmensch-Industrie" tabuisiert weiterhin alles!
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  • Kommentar von Peter Hänsi, St. Gallen
    Jeder wo in ein fremdes Land geht, ob man in dem fremden Land, nur zu Besuch ist oder da Leben will, muss man sich an das Gesetzt und der Kultur wie auch der Religion, von dem fremden Land anpassen. Entweder passt man sich an das Land an, oder man hat hier in der Schweiz, einfach gar nichts zu melden und zu suchen.
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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Mit Wahrheit und Schöpfung haben Religionen nichts zu tun. Für mich ist Religion seit meinem 12 Lebensjahr reiner Seelenschrott von dem ich mich lösen konnte. Religionen verblenden und verführen auf eine sehr gefährliche Art und Weise. Der Islam zeigt uns heute, wohin das führen kann. Religionsfreiheit darf nur ganz persönlich verstanden sein, aber niemals gesellschaftlichen Charakter haben.
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