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Fussball als Geschäft Über 40 Milliarden Euro: Umsatzrekord im europäischen Fussball

Die europäischen Fussballclubs generieren viel höhere Einnahmen, stecken aber dennoch zum Teil in den roten Zahlen.

WM vor dem Finale: Die Zeit der langen Fussballnächte der WM geht zu Ende – mit dem grossen Finale am Sonntag zwischen Spanien und Argentinien. Die WM war lukrativ und füllte die Kassen des Weltfussballverbandes der Fifa. Diesbezüglich gibt es eine Parallele zum europäischen Fussball, der auch einen neuen Rekord verzeichnet. Die europäischen Klubs haben erstmals in einer Saison mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Einnahmen aus Übertragungsrechten, Tickets, Sponsoring und kommerziellen Einnahmen. Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma Deloitte, welche die Bilanzen der Vereine der Saison 2024/25 beleuchtet hat.

45 Prozent mehr Umsatz: Dass sich der europäische Spitzenfussball zu einer Geldmaschine entwickelt hat, zeigt der langjährige Vergleich. Die Einnahmen sind innerhalb von fünf Jahren um 45 Prozent nach oben geklettert. Grund: Der europäische Fussballverband Uefa und die Fifa haben zusätzliche Spiele ins Programm gepackt, ähnlich wie an der WM. Dies generiert neue Erträge.

Mehr Spiele, mehr Geld: Die Uefa hat in der Saison 2024/25 insgesamt 64 zusätzliche Spiele in der Champions League eingeführt, dem lukrativsten Wettbewerb im europäischen Fussball. Von diesen zusätzlichen Spielen und Einnahmen profitieren vor allem die grossen Vereine. Die Fifa wiederum hat die Klub-Weltmeisterschaft erweitert und den Fifa-Interkontinental-Pokal eingeführt. Auch hier das Kalkül: Mehr Spiele bedeuten mehr Einnahmen.

Fifa kurbelt Geschäft an mit weiteren Spielen

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Die grösste Veränderung betrifft die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft, die alle vier Jahre stattfindet. Der Wettbewerb wurde von einem kleinen Mini-Turnier mit sieben Teams zu einem Sommerturnier im Format einer echten Weltmeisterschaft ausgebaut. Am Turnier nehmen mehrere europäische Teams teil, so zum Beispiel der FC Bayern München, Real Madrid, Manchester City, Inter Mailand und Chelsea.

Beim Fifa-Interkontinental-Pokal wiederum treten die Meister aller sechs Kontinentalverbände gegeneinander an. Der amtierende europäische Champions-League-Sieger erhält ein Freilos und nimmt so am Turnier teil.

Zenit erreicht: Für die nächste Saison zeichnet sich gemäss Deloitte im europäischen Fussball eine Abschwächung des Wachstums ab. Die Tickets sind bereits sehr teuer, der Veranstaltungskalender voll und die Medienhäuser sind nicht mehr bereit, ständig mehr für die Übertragungsrechte zu bezahlen. Das System ist allmählich ausgereizt.

Fussballspiel mit Spielern vor einem Tor.
Legende: Die Fifa kurbelt nicht nur das Geschäft an der WM an, sondern auch in Europa mit zusätzlichen Spielen. Szene aus dem Spiel England – Argentinien. Keystone / AP / Stephanie Scarbrough

Übertragungsrechte: Am meisten Geld generiert der Fussball im Ursprungsland, in England. Die Premier League mit 20 Klubs erreichte in der Saison 24/25 einen Umsatz von acht Milliarden Euro. Allein die Übertragungsrechte belaufen sich auf vier Milliarden, das ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland, Spanien und Italien und sogar viermal so viel wie in Frankreich. In England ist das Interesse noch grösser als in anderen Ländern und die TV-Stationen sind bereit, hohe Summen zu bezahlen.

Unter dem Strich rote Zahlen: Trotz hoher Umsätze bleiben die europäischen Vereine unter Druck, denn unter dem Strich schreiben sie rote Zahlen. Die 92 Top-Klubs von Europa machten in der Saison 2024/25 zusammengerechnet einen Verlust von 1.5 Milliarden Euro. Vor allem die Vereine in England stecken in den roten Zahlen, weil sie so hohe Summen für die Spielertransfers und die Saläre bezahlen. Auch die Ligen in Italien und Frankreich stecken in den roten Zahlen.

Die Schweiz im Mittelfeld: Die Schweizer Super League liegt im europäischen Fussballgeschäft gemessen am Umsatz im europäischen Mittelfeld. Gemäss einer Statistik der Uefa hat die Super League 2024 einen Umsatz von 359 Millionen Euro generiert. Das ist zwar viel weniger als zum Beispiel die Vereine von England und Spanien, andererseits aber weit mehr als die Klubs von Kroatien und Norwegen. Der Schweizer Fussball muss zwar mit viel weniger Geld auskommen, an der WM allerdings spielte die Schweiz ganz oben mit, dank Spielern mit internationaler Erfahrung.

SRF 4 News, 17.7.2026, 16.16 Uhr;liea

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