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Holder und zwei weitere US-Behördenvertreter bei der Medienkonferenz.
Legende: US-Justizminster Holder informiert die Medien im Fall CS. Keystone
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Wirtschaft Schuldeingeständnis kostet Credit Suisse 2,5 Milliarden Franken

Die Credit Suisse hat sich vor der US-Justiz der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt. Die Grossbank wird von der US-Justiz zu Zahlungen von total 2,5 Milliarden Franken an verschiedene Behörden verpflichtet.

Die Credit Suisse hat den Steuerstreit mit den US-Behörden beigelegt. Nebst einem Schuldeingeständnis belegt die US-Justiz die Bank mit einer hohen Busse. Die Credit Suisse wird zu Strafzahlungen von insgesamt 2,8 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,5 Milliarden Franken) verpflichtet.

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Trotz Schuldeingeständnis behält die CS ihre Lizenz in den USA
04:07 min, aus HeuteMorgen vom 20.05.2014.
abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.

Von der Busse gehen 1,8 Milliarden Dollar an die Steuerbehörde IRS, aufgeteilt in eine Busse von 1,13 Milliarden Dollar und eine weitere Zahlung von 670 Millionen Dollar, wie das US-Justizdepartement (DoJ) mitteilte.

An das New York State Departement of Financial Services zahlt die Credit Suisse 715 Millionen Dollar und an die US-Notenbank FED weitere 100 Millionen als Busse. Hinzu kommen 196 Millionen Dollar, welche die Bank bereits im Februar an die Börsenaufsicht SEC bezahlt hatte. Letzteres inbegriffen beläuft sich die Strafzahlung also auf 2,82 Milliarden Dollar. Das sind rund 2,5 Milliarden Franken.

Kriminelle Aktivitäten zugegeben

«Wir bedauern das Fehlverhalten im früheren grenzüberschreitenden US-Geschäft ausserordentlich», sagte Konzernchef Brady Dougan gemäss einer Mitteilung. Über personelle Konsequenzen an der Spitze der Bank, wie dies verschiedene Politiker gefordert hatten, hat sich die CS nicht geäussert.

Die DoJ wirft der Bank Verschiedenes an Fehlverhalten zur Beihilfe der Steuerhinterziehung vor. Die Credit Suisse habe auch nach 2010 wichtige Informationen zurückgehalten, so das DOJ. Überdies seien Beweismittel verloren oder zerstört worden.

Die CS sei seit 20 Jahren die grösste Bank, welche sich schuldig bekenne, wird in der Mitteilung US-Justizminister Eric Holder zitiert. Die Bank hat laut DoJ kriminelle Aktivitäten in einem detaillierten Statement of Facts zugegeben. Überdies habe die CS weitere Unterstützung mit der Lieferung kritischer Informationen zugesagt, welche die Bemühungen der US-Behörden unterstützen würden.

FED richtet Forderungen an die CS

In der Mitteilung zur Einigung zwischen der Bank und der amerikanischen Notenbank FED heisst es, dass die Credit Suisse mit neun Personen die Zusammenarbeit beenden solle oder dass sie diese nicht wiedereinstellen dürfe.

Die Betreffenden seien an den Aktivitäten beteiligt gewesen, welche amerikanisches Recht verletzt hätten. Das FED behält sich vor, weitere an den illegalen Machenschaften beteiligte Personen ausfindig zu machen. Hier habe die Credit Suisse ihre Mitarbeit versprochen.

Auch das New York Department of Financial Services verlangt die Beendigung der Zusammenarbeit mit gewissen Personen. Die Behörde nennt dabei explizit Markus Walder, Susanne Ruegg Meier und Marco Parenti Adami. Walder war der Chef des Offshore-Geschäfts in Nordamerika, die beiden anderen Genannten waren im Senior-Management im grenzüberschreitenden Geschäft tätig.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Zeller , Thierachern
    Der grüsste Witz ist, dass das FED noch Geld erhält. Wer das Buch "Die Kreatur von Jekyll Island" liest, der wir sich fragen, warum das FED noch Geld bekommt. Vielleicht um noch mehr Geld zu drucken und die Weltwirtschaft noch mehr an den Rand des Abgrundes zu führen.
    1. Antwort von Peter Meier , Zürich
      Sich sein Urteil nach einer einseitigen Lektüre zu bilden ist selten eine gute Idee. Lesen Sie noch weitere Literatur, auch einmal aus einer anderen Perspektive und bilden Sie sich Ihre Meinung danach!
  • Kommentar von Eddy Dreier , Burgdorf
    GM wurde mit 30 mio. bestraft. Wenn letztlich der Schweizer Steuerzahler für amerikanische Steuersünder bezahlen muss, dann wirds 2.5 mrd. Dollars. Delaware selbst bleibt unberührt. Seht es ein, die Amis haben uns den Wirtschaftskrieg erklärt.
    1. Antwort von S.Röthlisberger , Aargau
      JP Morgan, übrigens eine amerikanische Bank, wurde mit 13 Milliarden abgestraft. Die CS hat falsch gespielt. Selber schuld.
    2. Antwort von Nina Ricci , Altstetten
      Wen interessiert ob wir für amerikanische Steuersünder bezahlen müssen (was wir nicht tun). Wir müssen für die Credit Suisse bezahlen! Die sind das Problem. Also nicht, dass die anderen nicht auch ein Problem sind. Aber die Credit Suisse hat sich zu unserem Problem gemacht.
  • Kommentar von Michael Räumelt Unternehmensberatung , Zillis
    Die Arroganz des Geldes wurde Bestraft. Eigentlich müsste die gleiche Busse nochmals von der Schweiz wegen ,,Blödheit" erhoben werden, dann müssten die Zeche nicht die Steuerzahler bezahlen. Das wäre gerechtigkeit.