Steuerstreit mit den USA USA verkünden vollständige Einigung mit den Banken

Der Steuerstreit mit den Banken ist laut US-Justizministerium beigelegt. Dabei sind Milliarden Dollar geflossen.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Justizministerium bezeichnet das Bankenprogramm als Erfolg.
  • Mit 80 Banken wurden Einigungen erzielt. Darunter auch viele Schweizer Banken.
  • Diese haben hohe Bussen bezahlt.

Das Bankenprogramm zur Bereinigung des Steuerstreits mit den USA ist offiziell für beendet erklärt worden. Nachdem bereits Ende Januar 2016 die letzte Kategorie-2-Bank eine Einigung erzielt hatte, sei dies bis Dezember nun auch mit den Banken der Kategorie 3 erreicht worden, heisst es in einer Mitteilung des US-Justizministeriums (DOJ).

«Ein besonderer Erfolg»

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Selbstanzeigeprogramm

Das DOJ ermittelt seit Jahren gegen Schweizer Banken und hatte zur Beilegung des Steuerstreits 2013 das Selbstanzeigeprogramm ins Leben gerufen. Banken konnten sich in die Kategorien 2, 3, und 4 einteilen. Automatisch 1. Kategorie zugeordnet wurden Banken, gegen welche die USA wegen des Verdachts auf Verstösse gegen US-Gesetze bereits ermittelte.

Die vollständige Einigung mit den Banken, die am Programm teilnahmen, sei ein besonderer Erfolg des Ministeriums im Kampf gegen Offshore-Steuerhinterziehung, lässt sich DOJ-Staatsanwältin Caroline Ciraolo zitieren. Man sei nun in der Phase der Aufarbeitung («legacy phase») des Programms, in welcher die Banken weiterhin in damit zusammenhängenden Zivil- und Strafverfahren sowie Ermittlungen kooperieren würden.

Zwischen Juli und Dezember 2016 hätten vier Banken und eine Bankengenossenschaft die Anforderungen der Kategorie 3 erfüllt und sich für einen sogenannten «Non-Target Letter» qualifiziert. In der Kategorie 4 habe sich indes keine Bank qualifiziert. Die Kategorie 4 war für Banken vorgesehen, die lediglich regional tätig sind und keine US-Kunden haben.

Einigung mit 80 Banken

Der Abschluss der Untersuchungen der Kategorien 3 und 4 im Rahmen des Programms für Schweizer Banken markiere einen Meilenstein, kommentiert Richard Weber von der Abteilung Criminal Investigation (CI) der US-Steuerbehörde IRS laut Mitteilung. Das Organ werde auch weiterhin mit dem DOJ zusammenarbeiten bei der Verfolgung von internationaler Steuerhinterziehung.

In der Kategorie 2 waren, wie bereits bekannt, Einigungen mit insgesamt 80 Banken erzielt worden. Die Bussen summierten sich laut dem US-Justizministerium auf mehr als 1,36 Milliarden Dollar.

Geeinigt mit dem DOJ haben sich dabei bereits die Credit Suisse (2,6 Milliarden Dollar), Julius Bär (547,25 Millionen Dollar) und die Bank Leumi (400 Millionen Dollar). Für weitere Kategorie-1-Banken steht eine Einigung noch aus – unter ihnen die Zürcher und die Basler Kantonalbank. Bereits einige Jahre früher hatte die UBS für gleiche Vergehen 780 Millionen Dollar an das US-Justizministerium bezahlt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Credit Suisse zahlt 5.3 Milliarden Bussgeld an USA

    Aus Tagesschau vom 23.12.2016

    Im Zusammenhang mit der Finanzkrise von 2008 verlangen die USA von der Grossbank Credit Suisse 5.3 Milliarden US-Dollar. Es geht um faule Hypothekenpapiere, die damals die Finanzkrise auslösten und mit denen auch die CS Handel betrieb.