01.07.2026, 13:00 Uhr Michael Koger: «Die Jungs gingen vergessen»
Studien stellen bei jungen Männern problematische Männerbilder fest, Nationalräte von links bis rechts fordern den Bundesrat auf, sich mit der toxischen Männlichkeit zu befassen. Was ist los mit den Jungs? Michael Koger ist Co-Leiter der einzigen Fachstelle für Buben und junge Männer der Schweiz.
Abonnieren
Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App. Wenn Ihre App in der obigen Liste nicht aufgeführt ist, können Sie einfach die Feed-URL in Ihre Podcast-App oder Software kopieren.
Teilen
Erfolgreich, stark, den Frauen überlegen: das Bild, das Buben anstreben, hat oft mit Dominanz zu tun, sagt Koger. Er führt an Schulen Workshops mit Jungs-Gruppen durch. Dabei erlebt er die jungen Männer in einem Spannungsfeld: Die Erwachsenenwelt erwarte von ihnen, dass sie empathisch und fürsorglich sind, in der Schule aber müssten sie nach wie vor den harten Typen markieren, um ernst genommen zu werden. Wir als Gesellschaft hätten angenommen, dass die Jungs im Zuge der Emanzipation der Frauen ihre Rolle finden. Doch das fand nur bedingt statt. Sie gingen vergessen, wir hätten sie sich selbst und Social Media überlassen. Der Sozialpädagoge Michael Koger ist Co-Leiter der Fachstelle «OH BOY*» ihn Zürich und zu Gast bei Simone Hulliger.