Zwischen Meetings das weiche Fell streicheln und mittags einen Spaziergang machen: Für viele Hundebesitzer ist der Gedanke an einen Bürohund ein wahrgewordener Traum.
Die Realität sieht jedoch oft komplexer aus. Diese 5 Tipps von Bürohund-Expertin Tina Camenzind helfen, dass der Bürohund zur Bereicherung wird – und nicht zur Quelle von Konflikten.
1. Verbindliche Regeln aufstellen
Damit ein Hund im Büro für keine roten Köpfe sorgt, braucht es klare Kommunikation. «Wir empfehlen ganz klar, einen Vertrag aufzustellen», sagt Tina Camenzind. Dieser enthält verbindliche Regeln, die Mitarbeitende einhalten müssen, wenn sie ihren Hund mit ins Büro nehmen.
«Die Integration eines Bürohundes ist nur dann erfolgreich, wenn man gut miteinander spricht und klar ist, was geht und was nicht. Das zeigen auch Studien.»
2. Sind Hund und Büro ein Match?
Nicht jeder Hund ist für den Büroalltag geeignet. Gleichzeitig sollten Hundehalterinnen und -halter sich fragen: Bietet mein Büro die passenden Rahmenbedingungen für meinen Hund? «Es ist wichtig, vorab zu prüfen, ob der Hund über ein ausgeglichenes Wesen verfügt und sich in einer Arbeitsumgebung wohlfühlt», so Tina Camenzind.
Die Expertin nimmt aber auch die Unternehmen in die Pflicht: Sie müssten die räumlichen Gegebenheiten und die Unternehmenskultur bewerten, um sicherzugehen, dass ein Bürohund keine Belastung darstellt.
3. Allergien und Ängste? Rücksicht ist gefragt
Arbeitgebende müssen Allergien, Ängste oder Abneigungen gegen Hunde ernst nehmen. «Die richtigen Prozesse helfen, Probleme direkt anzusprechen», sagt Tina Camenzind.
Als besonders hundefreundlich gilt etwa der US-Konzern Google. Eine Hundeverantwortliche oder ein Hundeverantwortlicher ist dafür zuständig, dass die Vierbeiner entsprechend in den Büroalltag integriert werden und für niemanden zur Belastung werden.
Die Bürohund-Expertin rät: «Rückzugsorte schaffen, an die der Hund nicht darf.»
4. Die Verantwortung des Hundehalters aktiv wahrnehmen
Wer einen Hund hat, weiss: Diese Vierbeiner nehmen viel Zeit und Energie in Anspruch. «Das ist eine Lebensentscheidung», findet Tina Camenzind. «Die Konsequenzen davon muss ich tragen.»
Dazu gehört auch, für den Hund einzustehen. «Wir empfehlen, dass der Hund ein eigenes Plätzchen hat. Und wenn er dort liegt, wird er nicht angesprochen und angefasst.»