Kein Handtuch am am Strand – wie bitte? Auf diese Regeln müssen Touristen im Sommer achten, bevor sie einfach irgendwelche Steine oder Muscheln mitgehen lassen. Sonst verbringt man die Nacht noch auf der Polizeiwache, statt im Hotel.
Handtuchverbot auf Sardinien
In Stintino auf Sardinien dürfen die Besucher am Strand ihr Badehandtuch nicht direkt auf den Sand legen. Stattdessen sollen Einheimische und Reisende eine Strohmatte unter das Handtuch legen. Warum? Das soll den Strand La Pelosa schützen. Mit den nassen Tüchern wird zu viel vom weissen Sandstrand nach Hause genommen. Wer keine Matte dabei hat, für den gibt es stattdessen eine Busse von 100 Euro.
Oben-Ohne-Verbot in Italien
Etwa 40 Kilometer von Genua entfernt liegt Santa Margherita Ligure. Badegäste dürfen Bikini, Schwimmshorts und Co. nur noch da tragen, wo sie auch ins Wasser gehen. Schnell im Bikini-Oberteil den nächsten Eiskaffee kaufen gehen ist damit Geschichte. Und nicht nur das: Das Oben-Ohne-Verbot der Stadt gilt auch für Männer. Ähnliche Regeln gibt es auch in den kroatischen Städten Split und Dubrovnik.
Keine Sandburgen auf Teneriffa
An mehreren Stränden auf Teneriffa darf man keine Sandburgen mehr bauen. Es drohen Bussen bis zu 1500 Euro. Der Grund: Die Insel will keine Stolperfallen. Auch auf diversen deutschen Stränden gibt es ein Verbot. Warum? Sandlöcher und Burgen bieten dem Wind Angriffsfläche, schwächen die Dünen und beschleunigen die Erosion. Das gefährdet den Küstenschutz. Auch an der italienischen Adria gibt es solche Verbote.
Biselverbot in Lepe
An den Sandstränden von Lepe im Südwesten Spaniens sollte man sich nicht beim Pinkeln im Meer erwischen lassen. Das ist dort nämlich verboten. Es drohen Geldstrafen von bis zu 750 Euro. Es gehe nicht darum, Geld für die Stadtkassen einzutreiben, versichert die Stadträtin: «Wir wollen für die Probleme der Umwelt sensibilisieren.» Wie ein Pinkelverstoss bewiesen werden soll, bleibt unklar.
Sexverbot auf Tossa de Mar
Wilde Partys werden inzwischen nicht nur auf Mallorca gefeiert – und geahndet. Im katalanischen Tossa de Mar muss es so wild zugegangen sein, dass es mittlerweile strikt untersagt ist, am Strand Sex zu haben. Man darf hier unter anderem auch keine Junggesellenpartys mehr feiern.
Keine Strand-Reservationen in Málaga
Dieses Verbot könnte Touristen stören, die im Urlaub gern früh aufzustehen, um sich einen (guten) Platz an der Sonne zu sichern. Den Badeort Torrox an der Costa del Sol in Málaga sollten solche Zeitgenossen meiden, denn hier ist es strikt verboten, ein Stück des Strandes zu «reservieren». Liegestühle und Co., die für solchen Zweck missbraucht werden, werden abtransportiert.
Finger weg von griechischen Steinen
In Griechenland ist es strikt verboten, in antiken Stätten Steine mitzunehmen. Dies gilt auch für einfache Steine, die augenscheinlich nicht mit der Antike verbunden sind. Wenn man dabei erwischt wird, kann man die Nacht in einer Polizeistation verbringen. Bis Archäologen ein Gutachten ausstellen, dass es sich nicht um etwas Wichtiges handelte.
Schuhe putzen ist Pflicht in Neuseeland
Wer nach Neuseeland einreist und wandern will, muss einiges beachten. Einerseits muss sämtliche Outdoor-Ausrüstung deklariert werden. Wenn dies nicht geschieht, droht eine Busse von umgerechnet rund 200 Franken. Ausserdem muss das Material perfekt gereinigt sein. Wanderschuhe sollten frei von Erde, Samen und Pflanzenresten sein. Damit will Neuseeland sein Ökosystem schützen.