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DOK Vom Heimkind zum Multi-Millionär

Guido Fluri ist vieles: Ein erfolgreicher Unternehmer, ein ehemaliges Heimkind, ein grosszügiger Philanthrop – ihm selber ist indes am wichtigsten, dass er ein guter Mensch geworden ist, denn das hätte ihm in seiner Jugend keiner zugetraut.

Legende: Video Der märchenhafte Aufstieg des Herrn Fluri abspielen. Laufzeit 22:49 Minuten.
Aus Reporter vom 12.10.2014.

Es fing an mit einem Treffen in Cham, in Guido Fluris Hauptsitz. Es war ein entspannter Nachmittag. Wir sprachen über alles Mögliche, natürlich auch über den Film, den ich über ihn machen wollte. Fluri zeigte sich interessiert. Bis wir zum ersten Mal drehen konnten, sollte allerdings noch viel Zeit vergehen. Denn Menschen wie Guido Fluri sind von vielen Leuten umgeben, die dafür bezahlt werden, Bedenken zu haben. Ja, es hätte problemlos kompliziert werden können.

Die Sache mit dem Loben

Legende: Video Kein Lob in der Kindheit (Filmausschnitt) abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus DOK vom 12.10.2014.

Als wir endlich anfingen zu filmen, wurde dann alles sehr entspannt. Es gab keine Fragen, die tabu gewesen wären – und niemanden mehr, der bei unseren Aufnahmen dabei gewesen wäre und Bedenken gehabt hätte. Es wurden sehr interessante Begegnungen.

Fluri, der heute ein Imperium von mehreren hundert Millionen Franken dirigiert, sprach zum Beispiel offen über seine Jugend – eine Jugend, in der ihm niemand etwas zugetraut hatte, in der ihn alle für einen Verlierer hielten. Wann ihn zum ersten Mal jemand gelobt hatte, daran konnte sich Fluri nicht erinnern. Er kann sich überhaupt nicht erinnern, in seiner Kindheit oder Jugend je gelobt worden zu sein.

Verpflichtung, Gutes zu tun

Heute hat und gibt er viel – und findet das selbstverständlich, ja, er spüre gar eine Verpflichtung, dies zu tun. Ihm gehe es ja gut, er habe ja alles. Und wer in einer solch privilegierten Situation sei, der müsse der Gesellschaft etwas zurückgeben. Über die «Guido Fluri Stiftung» spendet er darum jährlich Millionen für verschiedene wohltätige Zwecke.

Dass er es aus dem Nichts zu einem so grossen Vermögen gebracht hat, mag für Aussenstehende erstaunlich sein, allenfalls gar bewundernswert. Fluri selber ist etwas ganz anderes wichtig, das wurde im Laufe der Dreharbeiten immer klarer: Er ist ein guter Mensch geworden. Das hätte ihm in seiner Jugend keiner zugetraut.

Legende: Video «Reiche haben eine gesellschaftliche Verantwortung».(webexklusiv) abspielen. Laufzeit 01:59 Minuten.
Aus DOK vom 12.10.2014.

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Simon Christen porträtiert in seinen Filmen Menschen, die nicht immer den gesellschaftlichen Normen entsprechen. Seine «DOK»-Filme widmen sich gesellschaftlichen und politischen Themen.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Waltraud Linder, Alpnach Dorf
    Ein bemerkenswerter Mann/Film. Herr Fluri hat sicher viel Mut und Glück gehabt. Aber es zeigt, dass man sich nicht ein Leben lang mit einer schlechten Kindheit für persönlichen Misserfolg entschuldigen kann. Ich wünsche ihm, dass seine Mission weiterhin Erfolg hat und er für seinen Einsatz die verdiente Anerkennung erhält.
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  • Kommentar von Hans-P. Schweighauser, 5234 Villigen
    Diese Reportage hat mich sehr beeindruckt! Chapeau Herr Fluri!! Dieser Mensch hat sein Leben in den Griff bekommen und hat aus seiner miesen Jugendzeit herausgefunden. Es ist auch sehr schön zu empfinden wie Herr Fluri, trotz seines Reichtums, bodenständig geblieben ist und da und dort verschiedenen Organisationen unter die Arme greift. Sein Verhalten ist beispielhaft!! Manchem superreichen Schweizer soll er ein Vorbild sein!!!!
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  • Kommentar von Giovanetti Danilo, Cudrefin
    *Dans les yeux des enfants se trouve le chemin de la vie* Proverbe Africain Merci Monsieur Fluri
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