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Tag der Schweizer Literatur Sagenhafter Hörgenuss

Jeder kennt sie vom Hörensagen: Schweizer Legenden, Sagen und Märchen. Es ist Literatur aus mündlicher Tradition. Und wie könnte man sie besser geniessen denn als Hörspiel oder Hörbuch?

Ganz klassisch: die Schweizer Sagen

Manchmal möchte man seine Walliser Cholera oder sein Züri Gschnätzlets nicht mit einem pfiffigen Dreh, sondern ganz klassisch auf dem Teller. Wenn's um Schweizer Sagen geht, heisst das: Lesen wir bei Meinrad Lienert nach. Der Schwyzer Mundartdichter hat Sagen gesammelt und neu erzählt. «Die Teufelsbrücke» oder «Der Fischer am Rheinfall» gibt's bei SRF als Lesung mit Musik zu hören:

Kunstsagen

Sagen kann man natürlich nicht nur sammeln, sondern auch erfinden. Und so Neues in altbekanntem Gewand erzählen – und immer wieder neu definieren, was «Heimat» eigentlich ist. Ein Meister darin ist Franz Hohler, wie seine Hörspiele beweisen. Aber auch jüngere Autorinnen und Autoren wagen sich gern an Sagen:

Der Erzählteppich der Menschheit

Auch wenn jede Region, jedes Land, jede Kultur ihre eigenen Sagen hat: Oft ähneln sich Geschichten und Motive. Weil manche so stark sind, dass sie Sprachgrenzen überwinden und durch die Zeiten wandern. Und so webt die gesamte Menschheit an einem grossen Teppich aus Geschichten, wo Bilder und Muster immer wieder auftauchen. Die Begegnung mit scheinbar «fremden» Sagen und und Legenden ist deshalb immer auch eine Begegnung mit uns selbst:

Urbane Legenden und creepy pasta

Sie sind so etwas wie die Sagen von heute: urbane Legenden, bei denen niemand weiss, wer sie zu erst verfasst hat. Oder auch – quasi digital – die sogenannte «creepy pasta»: gruslige Geschichten, die in Internetforen gepostet werden, immer wieder neu erzählt, kopiert, verändert und wieder einfügt (eben «paste»). Das sind natürlich wunderbare Vorlagen für gruslige Hörspiele:

Hörspiel ; 

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