Es sind schwierige Zeiten, welche Cody Gakpo aktuell durchmacht. Der Liverpool-Stürmer, der mit den Niederlanden die WM bestreitet, muss einen Schicksalsschlag verkraften. Am Wochenende machte seine Freundin Noa van der Bij publik, dass das gemeinsame Baby während der Schwangerschaft gestorben sei.
«Mit gebrochenem Herzen teilen wir die schreckliche Nachricht, dass unser kleiner Junge während der Schwangerschaft gestorben ist», schrieb van der Bij, die an der WM vor Ort ist. «Danke euch für alle Liebe und Unterstützung.»
Auch Gakpo selbst meldete sich in den sozialen Medien zu Wort: «Das ist eine unglaublich schwierige Zeit für unsere Familie. Wir bitten freundlich um Privatsphäre und Raum.» Das Paar hatte erst Ende Mai verkündet, zum zweiten Mal Nachwuchs zu erwarten.
Gakpo bleibt an der WM
Trotz des schweren Verlustes hat sich Gakpo dazu entschieden, an der WM zu bleiben und mit den Niederlanden um den Titel zu kämpfen. Trainer Ronald Koeman kündigte an, dass der Offensivakteur für den Sechzehntelfinal gegen Marokko in der Nacht auf Dienstag in Monterrey verfügbar ist: «Er ist bereit zu spielen», gab der Bondscoach Auskunft.
Koeman hob die Stärke und Reife seines Schützlings hervor. Auch der Teamzusammenhalt in dieser schwierigen Situation sei riesig gewesen: «Wir haben alles getan, was in unserer Macht ist, um ihn zu unterstützen – sowohl die Spieler als auch die Betreuer», so der Trainer.
Captain Virgil van Dijk sprach Gakpo für dessen Umgang mit der Hiobsbotschaft grössten Respekt aus: «Er ist sehr reif, sehr erwachsen. Cody wird alles tun, was er kann.» Der Vorfall zeige jedoch: «Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Fussball», so van Dijk.
Keine klare Favoritenrolle
Umso mehr will die «Elftal» auch für Gakpo und seine Familie in den WM-Achtelfinal einziehen. Die Aufgabe ist mit Marokko jedoch kompliziert. Bereits vor Turnierbeginn als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt, konnte der Afrikameister in der Gruppenphase mehrheitlich überzeugen. Besonders die erste Halbzeit im Duell mit Brasilien (1:1) brachte ans Licht, dass Marokko einiges zu bieten hat: Tempo, Zweikampf-Härte und nicht zuletzt auch individuelle Klasse.
Gegen Schottland (1:0) und Haiti (4:2) tat sich der WM-Halbfinalist von 2022 in bestimmten Phasen zwar schwer, wurde seiner Favoritenrolle aber dennoch gerecht. Verstecken braucht sich Marokko auch vor den Niederlanden gewiss nicht. Einen klaren Favoriten gibt es in diesem Duell keinen.