- Das Schweizer Duell in der 1. Runde von Gstaad zwischen Jérôme Kym und Dylan Dietrich geht an Favorit Kym.
- Der 23-Jährige setzt sich in exakt zweieinhalb Stunden mit 7:6 (7:3), 2:6, 7:6 (7:5) durch.
- Trotzdem kann der 21-jährige Dietrich auf ein gelungenes ATP-Debüt zurückblicken.
- Am späten Dienstag-Nachmittag trifft Stan Wawrinka bei seinem letzten Auftritt in Gstaad auf Jaime Faria (POR).
Nur zwei Punkte fehlten Dylan Dietrich (ATP 618) bei seiner 1. Turnier-Teilnahme auf ATP-Stufe zum Premierensieg. Doch beim Stand von 5:5 im Tiebreak des 3. Satzes trat Jérôme Kym mutig auf – und das wurde belohnt. Zuerst spielte der Aargauer bei eigenem Aufschlag Serve-and-Volley auf einen 2. Service und stellte auf 6:5. Beim Matchball ging Kym beim Return auf Winner – und auch das funktionierte.
So musste Dietrich nach zweieinhalb Stunden seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Es wird den 21-Jährigen nicht trösten, dass er in der abwechslungsreichen Partie volle zwölf Punkte mehr gemacht hat als Kym. Gleichwohl kann Dietrich auf einen gelungenen Gstaad-Abstecher im Einzel zurückblicken (im Doppel tritt er noch an der Seite von Dominic Stricker an).
Er hat unglaublich aufgeschlagen. So etwas habe ich noch nie gesehen.
In der Qualifikation schlug er als Wildcard-Inhaber zuerst die Weltnummer 126 (Otto Virtanen) und danach die Weltnummer 290 (Thiago Monteiro). Und auch gegen Kym (ATP 186) zeigte Dietrich, dass er viel Talent besitzt. Vor allem bei eigenem Service liess er kaum etwas zu. «Er hat unglaublich aufgeschlagen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Wir sind in den Bergen und es war schwierig, sich für eine Seite zu entscheiden», zollte Kym seinem Gegner Respekt.
Der Aufschlag rettet Kym
Nach gewonnenem Startsatz hatte ein fehleranfälliger Kym im 2. Umgang seinem Gegner nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Er konnte die Partie im Entscheidungssatz jedoch wieder ausgeglichener gestalten. Gleichwohl stand Kym bei 3:4 mit dem Rücken zur Wand, als er insgesamt drei Breakbälle abwehren musste. Doch in dieser Phase konnte sich auch der Schweizer Davis-Cup-Spieler auf seinen Service verlassen.
Im Achtelfinal trifft der letztjährige Gstaad-Viertelfinalist entweder auf den Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 85) oder den an Nummer 5 gesetzten Peruaner Ignacio Buse (ATP 33).