- Stefanos Tsitsipas steht nach einem 6:4, 3:6, 6:3-Sieg über Alexander Schewtschenko im Final der Swiss Open in Gstaad.
- Der Grieche kämpft damit erstmals seit über einem Jahr wieder um einen ATP-Titel.
- Im Endspiel steht Tsitsipas der Belgier Raphaël Collignon gegenüber, der im Halbfinal Juan Manuel Cerundolo bezwingt.
Er ist tief gefallen, Stefanos Tsitsipas. Die ehemalige Weltnummer 3 liegt aktuell nur noch auf Platz 85 des ATP-Rankings. An den Swiss Open in Gstaad zeigt sich beim Griechen aber ein Aufwärtstrend. Tsitsipas schlug im Halbfinal im Berner Oberland den Kasachen Alexander Schewtschenko (ATP 100) in drei Sätzen mit 6:4, 3:6, 6:3.
Der 27-Jährige musste sich den Sieg in der Roy Emerson Arena hart erarbeiten. In jedem der drei Durchgänge machte jeweils ein Break den Unterschied. Tsitsipas nutzte im Startsatz seine einzige Chance auf einen Servicedurchbruch. Auch im zweiten Umgang erarbeitete er sich Breakbälle. Schewtschenko wehrte jedoch alle ab – und schaffte es seinerseits, dem Gegner den Aufschlag abzunehmen.
Es musste also der dritte Satz entscheiden. Dort war Tsitsipas der klar bessere Spieler. Bei eigenem Aufschlag kam nie Gefahr auf, während er Schewtschenko bei dessen Service oft unter Druck setzen konnte. Die vierte Breakchance nutzte Tsitsipas zur 5:3-Führung. Anschliessend servierte er die Partie souverän nach Hause.
Im Final gegen Collignon
Damit erreichte Tsitsipas erstmals seit über einem Jahr wieder den Final eines ATP-Turniers. Dort trifft er am Sonntag (11:30 Uhr live auf SRF zwei) auf Raphaël Collignon, der erstmals überhaupt in ein ATP-Endspiel einzog. Der Belgier (ATP 42) setzte sich in einem packenden Duell gegen Juan Manuel Cerundolo (ATP 45) durch. Collignon rang den Argentinier in drei Sätzen 1:6, 7:6 (7:5), 7:5 nieder.
Nach einem einseitigen Startsatz kämpfte sich Collignon im zweiten Durchgang zurück ins Spiel. Lange lag der Belgier mit Break zurück. Als Cerundolo zum Matchgewinn aufschlug, glich der 24-Jährige in extremis zum 5:5 aus und holte sich den Satz schliesslich im Tiebreak.
Und auch im Entscheidungssatz musste Collignon einen Breakrückstand aufholen. Erneut konnte Cerundolo die Partie nicht nach Hause servieren, der Belgier schaffte wieder das Rebreak – und nahm dem Argentinier anschliessend gleich noch einmal den Aufschlag ab. Bei eigenem Service führte er plötzlich mit 6:5, den hart erkämpften Sieg liess er sich nicht mehr nehmen.